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Tuesday
February 14, 2012
5:53pm EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: Sie lassen sie gehen, werden aber einige Fragen an Victor haben! | Go Back

  Chapter 30: Ein paar Fragen   (ID #537301)
    an addition by: yarrek  More by this author

Noch bevor Susan oder Nain etwas sagen oder machen konnten, war die alte Frau schon verschwunden. Der Weißkittel namens Grypzeck hatte sich noch schnell nach ihren jeweiligen Krankenkassen erkundigt und war kurz darauf ebenfalls verschwunden.
Alles war so schnell gegangen, der Haufen an Neuigkeiten und Ereignissen lag schwer auf Nain und Susan, so dass die beiden eine Weile lang nur unentschlossen in der Küche standen. Die Rückverwandlung war ebenso unangenehm wie der vorherige Prozess, stellten die beiden sehr schnell fest.

Victor hatte sich verlegen gegen den Küchenthresen gelehnt, während sich sein Körper allmählich wieder zurück verwandelte. Er schien (wie seine beiden Freunde) nicht so recht zu wissen was er nun tun sollte.
Eine unangenehme Stille lag im Raum die nur ab und zu von dem Zwitschern der Vögel im Haus unterbrochen wurde.

Nach einer Weile seufzte Nain laut und fragte in die Stille: „Und was jetzt?"
„Ich... ich denk ihr habt ein paar Fragen an mich...", antwortete Victor zögernd. Es war seltsam, eine vertraute Stimme aus einer so fremden Gestalt zu hören, dachte Nain. Victor hatte seine Sachen noch an, allerdings hatte er seine Hose etwas weiter nach unten geschoben. Wahrscheinlich wegen dem Fuchsschwanz, nahm er an. Der Schwanz mit der typischen weißen Spitze zuckte nervös hin und her.

Susan's Federn, die noch nicht wieder komplett unter die Haut geschrumpft waren, plusterten sich verärgert auf.
„Oh ja, die haben wir!", sagte sie wütend. Sie wollte noch mehr sagen, doch ihr Schnabel begann sich mit einem gräßlich- schmerzvollen Gefühl wieder zurück in ihren Schädel zu schieben.

Victor hohlte tief Luft und sagte dann „Also, dann schießt mal los..."
„Hast du die beiden gehohlt? Diesen Arzt und deine Oma, die ich heut' zum ersten mal sehe?"
Die Lefzen und der Blick des Fuchsgesichts verrieten das die Frage ihn ein wenig verletzte.
„Nein... Ich hätte euch vorher bescheid gesagt, mich mit euch über diese ganze... Sache unterhalten. Ich würde nie was hinter eurem Rücken machen."

Susan, die jetzt wieder einen normalen Mund hatte, hackte immer noch wütend hinter her.
„Und woher wussten dann die beiden oder dieses SBL wo wir sind?!"
Victor's Lefzen verzogen sich zu einem belustigten Lächeln als er antwortete
„Also, das war ja nun wirklich nicht schwer heraus zu finden, nach unserer tollen Flucht aus dem Kino. Die haben sicher ein paar unserer Freunde angerufen und gefragt, ob sie die drei Personen die heute blutend aus dem Kino gerannt sind kennen. Dann wird noch nach der Adresse gefragt und fertig."
„Entschuldige, ich... ach, es ist als wäre alles was ich bisher gekannt hab, plötzlich umgekippt worden und... es tut mir einfach leid das ich gedacht hab du hättest uns 'verraten'...", sagte Susan in versöhnlichem Ton. Sie war immer noch etwas überrumpelt von den vergangenen Ereignissen. Aber wer wäre das nicht?, fragte sie sich in Gedanken.

„Und seit wann bist du so ein Tier-Mensch-Wesen, oder wie immer man das nennen soll? Warum hast du uns nichts davon gesagt?", wollte Nain wissen.
Victor verschränkte seine (nun wieder menschlichen) Arme vor der Brust. „Das ist eine etwas komplizierte Geschichte... Aber kurz gesagt: Seit ich acht bin. Und warum ich euch und den anderen nichts gesagt hab... Mal davon abgesehen dass das Symbiotic Biological Lab es auf strengste verbietet... Ich wusste nicht wie ihr darauf reagieren würdet, als ihr noch normale Menschen wart... Und ich wollt auch nicht das ihr mich wie einen Sonderling behandelt..."

Susan betrachtete ihn eine Weile nachdenklich. „Hast du... hast du gewusst das wir uns verwandeln? Bevor wir uns dir im Auto... ähm... offenbart hatten?"
Er zuckte mit den Achseln. „Eine leise Ahnung hatte ich schon... Aber ich war mir nicht sicher, darum hab ich euch nicht danach gefragt..."
Er lächelte wieder. „Ihr habt mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt mit eurer Aktion im Auto."

Nains Füße begannen sich so langsam wieder in menschliche zu verformen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht fragte er „Wie läuft das eigentlich dann im SBL ab? Sitzen dann lauter... Leute wie wir in eine Art Wartezimmer und werden nacheinander von einer Horde Wissenschaftler begafft oder analysiert?"
Victor lachte rau auf. „Nein nein, so schlimm ist es nicht. Ihr werdet erst einmal medizinisch von oben bis unten durch gecheckt. Dann bekommt ihr euren Firmenausweis und werdet die ersten Wochen hauptsächlich körperliche Übungen machen. Bei euch wird es wahrscheinlich viel Flugunterricht geben oder so etwas in der Richtung...
Erst später wird an euch 'geforscht'. Das läuft eigentlich so ab: Ihr arbeitet mit zwei, drei Forschern gemeinsam an der Lösung für irgendein Problem."
Seine Augen leuchteten für einen Moment auf „Es ist toll, wie man Stück für Stück neue Eigenschaften an sich selbst entdeckt, die einem vorher nie aufgefallen sind."

„Dir scheint es ja dort richtig zu gefallen, was?"
„Als ich zum ersten mal dort war, hab ich den Ort gehasst. Ich hab allen Leuten um mir herum und damit mir selbst das Leben schwierig gemacht... Nach einer Weile hab ich gemerkt, dass es sinnlos ist den Rest seines Lebens schmollend und wütend durch die Welt zu stapfen.
Ich hab mich einfach dort eingelebt. Die meisten Leute dort sind in Ordnung und lustig drauf. Es ist wirklich schön, selbst wenn ihr es euch das am Anfang gar nicht vorstellen könnt. Natürlich gibt's auch ein paar Idioten, wo gibt es die nicht? Aber insgesamt..." Er nickte zufrieden, verzog aber plötzlich sein Gesicht, als sich sein Steißbein (das den Fuchsschwanz bildete) langsam und unter lautem knacken verkürzte.

Nain sah in die Runde. Alle drei sahen sie jetzt wieder größtenteils aus wie normale Menschen. Allerdings schienen ein paar Merkmale geblieben zu sein. Er selbst hatte immer noch seine Adleraugen mit den rot-orangen Pupillen, Susan ihre schwarzen Haare und... Naja, Victor sieht genauso aus wie immer, dachte Nain.
„Ihr beiden solltet euch dann mal wieder etwas anziehen. Ich besorg derweil Frühstück...", bemerkte sein Freund und wies mit einer vielsagenden Geste auf Nain's nackten Körper.
Susans Gesicht wurde nachdenklich. „Seltsam, mich stört das irgendwie gar nicht mehr so sehr wie früher..."
Nain witzelte krächzend „Dich nicht, und sicher auch nicht den Postboten der bald kommt."

„Wie lang hält eigentlich dieses Gegenmittel?", fragte Susan, nach dem sie und Nain sich geduscht und angezogen hatten. Sie saßen zu dritt am Küchentisch und fielen über das Essen her. Nain musste ein T-Shirt und eine Jeans von ihrem Vater anziehen, da er seine eigenen Klamotten gestern voll geblutet hatte.
„So ungefähr... fünf Stunden... plus- minus einer Viertelstunde", schätzte Victor und biss gierig in seine Schinkensemmel.

„Nicht gerade viel Zeit...", murmelte Nain etwas enttäuscht, doch sein Freund winkte ab. „Es reicht um alles Mögliche zu unternehmen. Außerdem kann man ja noch einmal etwas von dem Gegenmittel schlucken. Um ehrlich zu sein, ich würde lieber mit meiner 'echten Gestalt' etwas mit unseren Freunden unternehmen... Dieses Gegenmittel wirkt immer so unangenehm... Wie ihr bemerkt habt..."

Susan sah auf sich herab. Eigentlich war sie so angezogen wie sonst auch. Eine eng anliegende Jeans und dazu ein schickes Top. Eigentlich waren dies sogar ihre Lieblingsklamotten, doch irgendwas gefiel ihr nicht mehr an ihnen...
Sie waren irgendwie so... unecht und auch so unpassend... einfach nur seltsam... Meine Güte, was denk ich da bloß wieder?, fragte sich Susan belustig und nippte an ihrem, diesmal normalen, Tee.
Wieder betrachtete sie ihr gelbes Top. Meine Federn sind schöner, dachte sie schnippisch. Moment, was?

„Ähm... Inwieweit wirkt das Gegenmittel eigentlich nicht?", fragte Susan etwas nervös.
„Es verwandelt nur euer äußeres wieder zurück in Menschen. Das ganze Verhalten und die meisten inneren Organe werden nicht verändert. Das ist auch der Grund warum ihr ohne Zähne immer noch so deutlich sprechen könnt... Und warum unserer Nain hier immer noch herum krächzt. Selbst wenn es jetzt nicht mehr so schlimm klingt."

Susan befühlte gedankenverloren ihren Hals. Daran hatte sie gar nicht gedacht. Natürlich konnten die Stimmbänder die sie als Rabe... Rabin... was auch immer hatte sich nicht verändert haben...
Alle drei saßen sie noch eine Weile lang gemütlich am Tisch und witzelten darüber, wie ihre restlichen Freunde wohl reagieren würden, wenn sie sie in ihrer „Tierform" sehen würden.

Nach dem Susan mit Nain zusammen die ganzen Vögel im Haus versorgt und Victor das Frühstück weggeräumt hatte, fragte Nain:
„Und was machen wir jetzt unsere restlichen...", er sah auf die Uhr an der Wohnzimmerwand, „... Vier Stunden als Menschen?"

Bevor jemand etwas vorschlagen konnte, klingelte das Haustelefon. Susan runzelte die Stirn. Wer rief um sieben Uhr morgens bei ihr an? Sie eilte zum Telefon und hob den Höhrer von der Gabel. Auf der anderen Seite der Leitung war...
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