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Tuesday
February 14, 2012
6:04pm EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: nachschauen | Go Back

  Chapter 12: Ungebetene Überraschungen   (ID #542079)
    an addition by: yarrek  More by this author

Lena war die erste, die sich vom Schreck erholt hatte und eilte näher zu dem Eisenzaun. Ihr Blickte folgte der Hand den Arm entlang und sie sah hinter der Umzäunung eine dunkle Gestalt reglos am Boden liegen. Keinen nach Hirn sabbernden Untoten.
„Hallo? Können sie mich hören?“
Keine Reaktion. Die Straßenlaternen lieferten nicht genug Licht um klar erkennen zu können, wer da hinten lag, oder was der Betroffene hatte. Unterdessen versuchte Steffen über den mannshohen Zaun zu klettern, doch seine Pfoten rutschten von den glatten Metallpfosten ab, aus denen der Zaun bestand. Erst als Lena ihm ein wenig half, schaffte er es über den Zaun und landete prompt in einer Dornenhecke.
Steffen verfluchte den Gärtner, der das Ding genau hier er gepflanzt hatte und befreite sich aus dem Busch. Viele Dornen blieben in seinem Fell hängen oder zerrissen sein Shirt, doch er ignorierte das und eilte zu der am Boden liegenden Gestalt. Er kniete sich neben sie und roch plötzlich Blut, viel Blut...
„Lena, ruf schnell einen Krankenwagen!“ Vorsichtig berührte er den Bewusstlosen. Steffen konnte nichts erkennen, und wollte auch nicht blind in irgendeiner Wunde herum tasten.
Verdammt, ich brauch mehr Licht! Mit seiner rechten Pfote durchwühlte er aufgeregt seine Hosentasche. Na komm schon, wo bist du? Ah, da! Er holte sein Handy heraus, drückte eine Taste und verwendete das leuchtende Display als spährliche Taschenlampe.

Sein Schwanz hörte abrupt auf aufgeregt hin und her zu wedeln, seine Augen weiteten sich vor Überraschung. Aber das kann doch gar nicht sein!
Die Gestalt, die schwer blutend bäuchlings auf dem Boden lag, war der Polizeikommissar von heute, der ihm das Angebot gemacht hatte, etwas für die Polizei zu arbeiten!

Plötzlich hörte Steffen Lena neben sich in die Hocke gehen und sagen „Der Krankenwagen ist unterwegs. Steht nicht gerade gut um ihn, oder?“
Der Anthrowolf zuckte erschrocken zusammen und fragte
„Wie... wie bist du so leise über den Zaun gekommen?“
Sie lächelte ihn schwach an und deutete hinter sich.
„Zehn Meter weiter war der Eingang zum Friedhof... Seltsamerweise stand das Tor offen...“
Steffen sah sie eine Weile zweifelnd an, schnaubte dann belustigt über sich selber und sah wieder den Polizisten am Boden an.
„Wie ging noch mal diese ’neue stabile Seiten...’“

Lena’s spitzer Aufschrei lies wieder seinen Kopf in ihre Richtung schnellen, und abermals konnte er seinen Augen nicht glauben.
Die junge Frau sah ihn mit weit aufgerissenen angstvollen Blick an, hinter ihr stand ein drahtig wirkender Mann, der ein brutal aussehendes Messer an ihren Hals hielt. Ihren Arm hatte er schmerzvoll hinter ihren Rücken geklemmt, mit seinen grauen Augen musterte er Steffen berechnend. Wer zur Hölle ist das?!, fragte sich Steffen und verharrte starr in seiner Bewegung. Er wollte nichts provozieren.

Der Mann trug dunkle Klamotten, hatte kurzes braunes Haar mit grauen Strähnen und bewegte sich langsam mit seinem Opfer rückwärts von Steffen weg. Mit rauer Stimme sagte er klar und deutlich
„Bleib stehen wo du bist Junge, ich wollt euch beide hier nicht reinziehen, aber ich kann nicht zu lassen das ihr dem Wichser da hinten helft. Außerdem hab ich etwas gebraucht um sicher zu verschwinden. Wenn du artig bist und brav ’sitz’ machst, lass ich die Kleine hier los wenn ich... weiter weg bin...“
Während er sprach ging er Schritt für Schritt rückwärts, Lena immer noch das Messer an die Kehle haltend. Steffen spürte Angst um Lena, und Zorn darauf zur Untätigkeit verdammt zu sein. Plötzlich strauchelte der Entführer fluchend über die niedrige Einzäunung eines Grabes. Sein Messer wich von Lena’s schlankem Hals.

Das war die Gelegenheit sich auf diesen Mistkerl zu stürzen! Aber der hatte immer noch das Messer in der Hand, und die beiden standen gut vier bis fünf Meter weit weg. Würde er, Steffen, schnell genug sein um Lena zu erreichen, sie von dem vermeintlichen Mörder wegreißen oder diesen selbst niederringen können? Der Mann könnte ihn selbst, oder noch schlimmer, Lena schwer verletzen.
Aber Steffen glaubte nicht das der Fremde sie einfach so gehen lassen würde, wenn er „weit genug weg war“, was auch immer das bedeuten sollte. Er konnte doch nicht zulassen das dieser Mistkerl Lena entführte und weis Gott wohin brachte!
... und weis Gott was mit ihr anstellen würde...

Der Mann schien jetzt sogar mit einem Bein einzuknicken. Kurz zögerte Steffen noch, dann hatte er sich entschieden.
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