This choice: ... es ersteinmal zu verschweigen, wer weis wie er darauf reagieren würde? | Go Back Chapter 11: Ein nettes Geschenk? (ID #764919) an addition by: yarrek ![View yarrek's Portfolio. [Offline / Private]](http://images.Writing.Com/imgs/writing.com/writers/costumicons/ps-icon-regular-10.gif) More by this author (ein weiteres kapitel von terralux)
Sie entschied sich dafür noch ein wenig zu warten. Ihm das alles auf einmal zu erklären würde wohl zu weit für ihn gehen. Sie würde es ihm ja auch nicht glauben, wenn er ihr so etwas erzählen würde und wäre nachher wohl sehr verwirrt und hätte wohl auch keinen guten Rat für so eine Situation.
Aber ihr kam da eine andere Idee. Schließlich liebten sie sich und er würde es sicher verstehen, außerdem musste sie ihm ja nicht verraten, dass bereits etwas mit ihr geschah.
„Bitte, warte noch einen Moment, ich bin sofort wieder da!“, rief sie ihm schnell zu und hastete schon in die Küche, bevor er ihr ein „Okay!“ hinter her warf.
In der Küche wollte sie die Schachtel mit dem Tee suchen, als ihr plötzlich einfiel, dass sie ihn ja in ihrem Zimmer bei den Büchern gelagert hatte. Sie hastete schnell weiter, hoch in ihr Zimmer und fand die Schachtel.
„Genug Tee für noch etwa 3 Tassen.“, ging es ihr durch den Kopf.
„Das sollte reichen.“
Sie hastete mit der Schachtel wieder herunter, nahm unten einen kleinen Papierbeutel für Brötchen heraus und gab sicherheitshalber eine großzügige Portion hinein. Dann knickte sie den Rand um und ging wieder zu ihrem Freund. Sie hoffte einigermaßen ruhig aus zu sehen, als sie ihm den Beutel gab und sagte:
„Bitte, etwas Tee, ich hab ihn heute geschenkt bekommen. Du musst ihn probieren, er schmeckt wirklich gut, versuche ihn gleich, wenn du wieder da bist! Ich würde ihn dir ja auch jetzt bei mir anbieten, aber ich habe vorher noch etwas zu tun, die Vögel, du weißt, oder?“
Er lächelte und nahm den Beutel entgegen.
„Schon gut, beruhig dich, du bist ja ganz aufgedreht. Ist nicht schlimm, wir sehen uns ja heute Abend noch. Danke für den Tee, du weißt ja, dass ich ihn gerne zwischendurch mal trinke.“
Innerlich viel ihr ein Stein vom Herzen, als sie das hörte. Erleichtert stürzte sie einen Schritt nach vorne und umarmte ihn. „Vielen Dank, ich wusste du verstehst mich.“
Ihre Augen blickten geradewegs auf eine längere Feder an ihrem Arm. Erschrocken wich sie etwas schnell wieder zurück und klemmte den Arm hinter ihren Rücken.
Sie lächelte unsicher und wich vorsichtshalber noch einen Schritt zurück, als er ihr folgte und eine Hand ausstreckte: „Warte, du hast da was.“
Sie erstarrte in absolutem Schrecken und fragte zitternd. „W- Was denn?“
Seine Hand fasste in ihre Haare und zog kurz darauf eine schwarze Feder heraus. Es hatte nicht geziept, oder Es war kein Blut daran, oder? Oder?
Er lächelte wieder. „Na, wie kommt diese schöne schwarze Feder denn in dein Haar? Darf ich die behalten? Ich find die schön.“
„Äh, ja, k- klar, behalte sie ruhig.“, stotterte sie etwas erleichtert.
„Gut, dann bis heute Abend und noch mal danke für den Tee, wird ihn gleich mal testen!“
„Ja, ok, bis heute Abend dann, tschau!“, er drehte sich um und sie hastete hinter den schützenden Türrahmen und schmiss die Tür zu, schaffte es aber sie kurz vor dem allzu lauten Knall ab zu fangen und sie leise ins Schloss fallen zu lassen.
Sie atmete einmal pfeifend aus und machte sich im nächsten Moment schon die übelsten Vorwürfe. Was hatte sie ihrem Freund damit nur angetan? Sollte sie zurück rennen und ihm den Tee irgendwie wieder abnehmen? Aber wie sollte sie ihm das erklären?
Außerdem wollte sie nicht alleine sein, wenn sie sich so sehr verändert!
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