This choice: Sie nimmt ihn mit. Susan würde ihr sicher helfen ihn großzuziehen! | Go Back Chapter 39: Hoffnung für die Zukunft (ID #611630) an addition by: yarrek ![View yarrek's Portfolio. [Offline / Private]](http://images.Writing.Com/imgs/writing.com/writers/costumicons/ps-icon-regular-10.gif) More by this author (Ein Kapitel von terralux)
Das konnte sie nicht zulassen, nicht nachdem sie diese seltsamen Instinkte bekommen hatte.
Irgendwie war ihr klar, dass das alles mehr als unnormal war, gestern noch war alles in bester Ordnung gewesen und eine Tasse Tee am Abend hatte für sie die ganze Welt verändert.
Und dieser seltsame Arzt… Jessa war sich noch sehr unsicher was ihn betraf, sie traute ihm nicht weiter über dem Weg als ihrer Schnabelspitze. Dennoch schien er auf seine eigene Weise höchst seltsam zu sein, fast als bewunderte er die Wesen, zu denen sie selbst, Nain, Susan, Victor und Gott wusste wer noch geworden waren.
Nun gut, in ihren Gedanken stimmte sie ihm zumindest in dem Fall zu, dass Federn und die Fähigkeit zu fliegen einen gewissen Reiz hatten, aber sie fragte sich ernsthaft, ob es das Wert war. Lieber wäre sie dann doch wie ein ganz normales Mädchen zur Schule gegangen und hätte irgendeinen Beruf erlernt.
In Gedanken versunken seufzte sie innerlich, was ihren jetzigen Körper dazu nötigte sich einmal kurz auf zu plustern. Was sollte sie nur machen? Sich ganz einfach als Forschungsobjekt für irgendwelche durchgeknallten Wissenschaftler missbrauchen lassen, die mit den Ergebnissen Firmen belieferten? Das alleine wäre alles andere als ein schönes Leben, da war sie sich sicher.
Sie betrachtete ihren Kleinen. Er würde recht schnell wachsen, sie würde ihm das fliegen beibringen müssen und irgendwann würde er sicher einfach wegfliegen und nie wieder kommen.
Ein leichter Stich zuckte in ihr Herz. Aber weit nicht so schlimm, wie sie es erwartet hätte. Sie wusste einfach, dass sie nur dafür zuständig war ihm einen guten Anfang zu ermöglichen und er anschließend sein eigenes Leben leben musste. Es war nichts Unbarmherziges sondern ganz einfach die Natur.
Die Natur…
Sie wanderte schon früher oft und gerne durchs Grüne, suchte allerlei Pflanzen und kletterte auf Bäumen, Sie mochte Wälder einfach, sie boten Ruhe, Erholung und außerdem so unendlich viel zu entdecken. Wenn man das doch nur anderen zeigen könnte…
Es machte „klick“.
Zeigen! Das müsste doch eigentlich möglich sein. Jetzt als halbwegs zum Wald gehörend, zumindest körperlich könnte es ihr sicher möglich sein die Tiere besser zu beobachten, Fotos zu machen und vielleicht endlich mehr Verständnis für den Wert des Waldes zu wecken. Sie würde dafür sogar mit den Wissenschaftlern zusammenarbeiten. Vielleicht hatten sie ja eine Kamera, die sie für ihre Flüge leihen konnte. Ja, die Vogelperspektive würde ihr sicher ganz besondere Einblicke verschaffen, lächelte sie in sich hinein, was ihren gefiederten Körper dazu veranlasste die Federn an den Seiten des Schnabels auf zu stellen.
Endlich wusste sie, was sie wollte, was sie konnte, vor allem, was nur sie konnte und niemand anders!
Glücklich hüpfte sie mit dem kleinen Vogel in der Kralle durch den Wald, und die Zeit verging wie im flug... Ich sollte so langsam zurück zu den anderen gehen, dachte Jessa und war zufrieden
Das Küken an die Brust gepresst hüpfte sie zu der Gruppe zurück.
Nain, Victor und Susan saßen entspannt da und unterhielten sich mit Herrn Grypzeck. Alle (außer dem Doktor) waren in ihre „Tierformen“ verwandelt und trugen, wie abgemacht, ihre Badesachen. Irgendwie fand Jessa, dass dieses „Beach-Party-Look“ gar nicht mal so abstrackt an ihren neuen (verwandelten) Freunden aussah, wie sie zuerst gedacht hatte... Wie sie wohl selbst aussah?
Susan trug einen spahirblauen Bikini, auf dem ein paar dunkelblaue Muster waren. Er sah hübsch aus, und ergänzte sich gut mit dem blauschwarzen Gefieder der Rabin. Nain hatte eine schwarze Bermudashort an, deren Ränder so weiß waren, wie seine weißen Federn, und Victor hatte ebenfalls eine Bermudashort an, nur war die scharlachtrot und prangte an der Seite ein abgewetzt aussehendes gelbes Zeichen des Kommunismus. Auf dem oberen Rand der Short stand (ebenfalls im gelb) „Red Mad“.
„Ah, Jessa, wie geht es dir? Ist alles in Ordnung?“, fragte Herr Grypzeck mit einem freundlichen Lächeln.
„Alles in Ordnung!“, tschilpte sie recht zufrieden und mit etwas Schauspielerei.
„Sehr schön, ich hoffe du nimmst uns die seltsamen Umstände nicht übel, wenn du fragen hast kannst du jederzeit…“, etwas bimmelte in seiner Hosentasche.
Er kramte eine Art Handy schnell heraus, las kurz die Nachricht und steckte es schnell wieder weg.
Jessa hatte das bemerkt und starrta ihn verständnislos an. Hatte er nicht gesagt es hätte kein Netz? Also doch, ich habs gewusst!
„Schade, mal wieder ein Notfall, irgendwo hängt ein Otter vor einem Kanalisationsrohr fest. Tut mir Leid, aber ich muss dringend los!“, damit machte er sich auch schon auf mit einem kurzen Spurt in den Wald hinein.
„Warte, ich leite dich!“, rief Victor hinterher und raste in seiner teilweisen Fuchsgestalt hinterher.
Etwas erstaunt über den plötzlichen Aufbruch fragte Susan: „Wie spät ist es eigentlich?“
Nain zuckte mit den Schultern. „Ich habe keine Uhr mitgenommen…“
Jessa überlegte kurz. „Es müsste etwa 6 sein… Zumindest der Sonne nach zu urteilen…“, meinte sie mit unbestimmter Stimme, da ihr ein solches Zeitgefühl irgendwie neu war.
„Fast sechs?“, schrie Susan fast aus.
„Verdammt, ich muss dringend nach Hause, meine Eltern wollten um sieben wieder da sein!“
Nain sah sie ebenfalls etwas überrascht an.
„Tatsächlich, ich müsste auch langsam zurück, meine Familie weiß noch von gar nichts und macht sich wahrscheinlich Sorgen… Wie erzähl ich ihnen das nur?“.
„Egal, ich muss schnell los, es ist nichts aufgeräumt und … OH Gott, nein, die Vögel!“, Susan geriet fast in Panik.
„Ich glaube es wird Zeit zu fliegen, sonst schaffe ich das nie!“
„Warte, weißt du nicht, was das letzte Mal passiert ist, als wir fliegen wollten?“, fragte Nain schnell.
„Wir? So wie ich das sehe hattest nur du Probleme mit dem Abheben, ich brauche nur Übung, das sollte schnell gehen.“
„Na schönen Dank auch!“, erwiderte Nain.
„Wollt ihr mich hier etwa allein zurücklassen?“, fragte Jessa etwas ängstlich.
Nain entschied schnell, als er Susan sah.
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