This choice: Die beiden wagen die wirkliche Luftlinie, mit dem Risiko sich zu verfliegen. | Go Back Chapter 41: Der Flug nimmt ein Ende (ID #618734) an addition by: yarrek ![View yarrek's Portfolio. [Offline / Private]](http://images.Writing.Com/imgs/writing.com/writers/costumicons/ps-icon-regular-10.gif) More by this author (Ein Kapitel von terralux)
„Mit Auto sind sie aber zu schnell und ich muss eher da sein, wenn ich zu spät bin ists egal, wie viel zu spät ich ankomme!“, gab Susan angestrengt zurück.
Ein paar plötzliche Windböen warfen sie wild zu Seite, sodass es ihr schwer fiel das Tempo zu halten.
„Susan, ich hoffe du weißt, was du da tust…“, schnarrte Nain hinter ihr mehr zu sich selbst.
Susan verließ die Route der Autobahn und flatterte zunächst direkt auf den Kern des Örtchens zu. Von dort aus war sie sich sicher den Weg auch aus der Luft zu finden, sie kannte dort schließlich jede Straße schon von Kindesbeinen an.
„Pass auf Susan, du darfst nicht tiefer fliegen, sonst sehen uns noch irgendwelche Leute!“, schrie Nain hinter ihr.
Susan, die in Gedanken tatsächlich etwas tiefer geglitten war flatterte wieder auf die alte Höhe hoch und rief: „Das ist doch egal, bei dermaßen vielen Ufo Sichtungen, oder? Denen glaubt doch eh keiner und außerdem wer guckt schon nach oben? Die meisten Menschen wollen lieber sehen, was vor ihren Füßen liegt.“
„Ja, nur wenige wollen hoch hinaus…“, gestand Nain sich leise ein.
„Trotzdem, riskier' lieber nichts bevor wir nicht morgen im Labor waren, die erklären uns sicher alles!“, krächzte er erschöpft zurück.
Auch Susan war langsam aber sicher schwerer am atmen. Die neuen Muskeln und Bewegungen waren ihr wohl noch nicht vertraut genug und sie nutzte ihre Energien nicht ergiebig. Sie dachte kurz daran zurück, wie junge Vögel fliegen lernten. Meistens dauerte es eine ganze Zeit, in der sie nur kurze Flüge unternahmen. Sie selbst stand wohl auch noch ziemlich am Anfang, umgerechnet war sie in ihrem Alter „gerade erst flügge“ geworden.
Im Kopf ging sie noch schnell die Route durch, die sie immer nahm, um schnell nach Hause zu kommen. Dabei konzentrierte sie sich darauf die meisten Ecken und Häuser, die sie dabei umlief zu entfernen und eine mehr oder weniger gerade Linie daraus zu machen. Die größte Schwierigkeit waren dabei die Bäume, denn sie verdeckten wichtige Details, die sie von der Straße unterhalb der Bäume leichter erkannte.
Nach und nach verließ sie den Ortskern wieder und flatterte mit langsam tauben Flügeln eine einsame Landstraße entlang, die sie nach einiger Zeit an einer Kreuzung verließ und nun einem abgelegenen Weg folgte, der sie direkt zu ihrem Haus führte.
Hinter sich hörte sie langsame Flügelschläge und Nain flatterte schnell an sie heran.
„Susan! Deine Eltern, ich habe ihren Wagen gesehen, sie sind direkt hinter uns!“
„Was?“, keuchte sie angestrengt. „Verdammt…“
Sie gab noch einmal richtig Gas und versuchte alle schlimmen Szenen, die ihr gerade durch den Kopf gingen zu verbannen. Sie hatte keine Zeit, sie musste nur schnell in ihr Zimmer flüchten.
„Bleib zurück, Nain!“, schrie sie zu ihrem Freund. „Von hier muss ich es allein versuchen!“
„Was hast du vor?“, krächzte Nain angestrengt.
„Flieg einfach zu deiner Familie, es wird schon schwer genug sie davon zu überzeugen, dass ich ihre Tochter bin, da musst du nicht auch noch…“
„Vielleicht kann ich dir aber helfen, wenn es brenzlig wird!“, brachte Nain hervor.
„Helfen? Ich glaube nicht, dass sie mich gleich abstechen werden! Es ist nicht die Zeit den Gentleman zu geben, jetzt verschwinde endlich, Hau ab!“, langsam krächzte auch Susan vor Anstrengung.
Nain hatte nun eine schwere Wahl, entweder Susan begleiten, sich möglicherweise ihren Zorn zu ziehen und dafür zu sorgen, dass sie nicht abstürzte, oder ihr weiteres Reden ersparen.
Er glitt etwas langsamer hinter ihr her und merkte, dass er selbst kaum noch Kraftreserven besaß. Bei einem Absturz könnte er ihr also auch nicht sonderlich gut helfen.
„Na dann, machs gut und viel Glück!“, krächzte er mit schwächerer Stimme und trieb ab, um in der Nähe seines Hauses einen geeigneten Landeplatz zu suchen.
Im Stillen dankte Susan Nain dafür, dass er endlich abtrieb. Sie selbst schaffte es kaum noch ihre schweren Schwingen zu schlagen, sie brauchte unbedingt eine Pause. Zum Glück aber war ihr Haus in Reichweite. Sie faltete ihre Flügel etwas zusammen und nahm Tempo für einen schnellen Sinkflug auf.
Sie sah, dass das Auto gerade in die Garage fuhr. Nervös errechnete sie, welches der Fenster zu ihrem Zimmer führte und stellte fest, dass es nur gekippt war. Auf diesem Weg konnte sie also nicht herein.
Verdammt, jetzt konnte sie schon fliegen und trotzdem war ein simples Haus noch immer eine Hochburg.
Dann hatte sie einen Geistesblitz, denn sie sah den Balkon und erinnerte sich, dass sie ganz vergessen hatte die verglaste Tür, die auch als türgroßes Fenster diente, zu schließen. Sie versuchte ihr hohes Tempo zu drosseln und landete vorsichtig auf dem Balkon, konnte jedoch bedrohliches Schwanken nicht verhindern. Vorsichtig drückte sie die Tür auf.
Erleichtert, dass sie nun zumindest im Haus war kam auch gleich das nächste Problem, ihre Eltern riefen schon. In der Stube, die sie so erreicht hatte, wollte sie nicht bleiben, aber wohin sollte sie nur?
Sie hörte, wie ihr Name gerufen wurde und die erste Panik in ihr hoch stieg. Weil ihr nichts Gescheites einfiel hüpfte sie schnell zu ihrem Zimmer, das gleich nebenan lag und rief, obwohl sie noch immer schwer atmete zu ihnen hinunter: „Ich bin in meinem Zimmer!“.
Dann donnerte sie die Tür zu, als würde dies das Problem lösen.
Sie sank herunter und betrachtete ihr Zimmer nun mit anderen Augen, denen eines Raben.
Was sollte sie nur tun? Wie sollte sie ihren Eltern das erklären?
Geistesabwesend strich wanderte ihr Blick im Zimmer umher nach irgendetwas, das ihr half.
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