This choice: Er kann es immer noch nicht glauben... Aber erforschen will er sie! | Go Back Chapter 43: Never give up, Susan! (ID #632112) an addition by: yarrek ![View yarrek's Portfolio. [Offline / Private]](http://images.Writing.Com/imgs/writing.com/writers/costumicons/ps-icon-regular-10.gif) More by this author (Ein weiteres Kapitel von terralux)
Susan sah hoffnungsvoll in die Augen ihres Vaters, der sein Gesicht zu einer Grimasse verzog.
„Glaubst du mir endlich?“, fragte sie noch einmal mit etwas geschwächtem Krächzen.
„Sagen wir mal ich schließe es nicht mehr aus.“, gab er unbestimmt zurück.
„Mehr kann ich für den Moment wohl nicht erwarten, oder?“, Susan resignierte langsam. In Kitschfilmen konnten Eltern ihre Kinder erkennen egal wie sie aussahen und Susan hatte sogar noch einiges von ihrer menschlichen Seite erhalten.
„Tut mir Leid, aber du musst verstehen, dass diese Situation ein wenig…“, er räusperte sich.
„ungewöhnlich ist, oder nicht? Das ist kein einfaches Fasching, das ist die Realität, bisher sind wir alle davon ausgegangen, dass wir an unserem Körper gebunden sind. Von ein paar Schönheits- OPs mal abgesehen ist unsere Physiologie in der Regel doch immer gleich geblieben. Du musst zugeben, dass es selbst und auch gerade für Menschen wie mich, die die Wissenschaft verehren und daran glauben alles erklären zu können etwas hart ist solch eherne Naturgesetze von einem Moment zum anderen über Bord zu werfen, oder?“
„Ich verstehe schon.“, gab Susan zurück. „Du hast ja recht, ich verstehe selbst kaum, was hier eigentlich abläuft aber ich werde gleich morgen bei der SBL anfragen, in Ordnung?“
„Tu das, aber bis dahin sollten wir etwas essen. Was nimmst du denn?“, nun war ihr Vater wohl wieder ganz Wissenschaftler, zumindest sah Susan das so. Aber im selben Moment schlug der geistige Blitz bei ihr ein, sodass ihr ein Stein vom Herzen fiel und quer durchs Zimmer die Treppe herunter rollte. Morgen im Labor würde sie nach diesem Rückverwandlungs-Tee fragen, dann dürften ihre Eltern ihr wohl glauben.
Ihre Backenfedern plusterten sich auf, was womöglich den Eindruck eines Lächelns erwecken könnte: „Körner, rohe Eier, aber im großen und ganzen wäre ich über ein Brot auch sehr dankbar.“
„Gut, ich spreche mit meiner Frau kurz darüber.“, lächelte ihr Vater zurück und ging langsam aus dem Zimmer. An der Tür warf er noch einen Blick zurück auf das Bündel Federn, das vorgab seine Tochter zu sein. Er schien das Schicksal mit einem undeutbaren Seufzer zu fragen, was es mit ihm wohl noch vor hatte und war dann verschwunden.
Susan war wieder alleine in ihrem Zimmer. Sie überlegte ein wenig und versuchte ihre Situation einzuschätzen. Ihre Eltern mochten sie noch nicht erkannt haben, aber das würde sich morgen geben. Die Frage war aber dennoch, ob sie Susan auch als Vogel noch akzeptieren und lieben würden. Bisher hatten sie Vögel schließlich eher als Forschungsobjekt bewundert und ihnen einen besonderen Platz in ihrem Leben gegeben. Trotzdem musste Susan eingestehen, dass diese Situation einfach nicht vorhersehbar gewesen war und sich niemand darauf hatte vorbereiten können. Insgeheim hatte sie wohl glück so verständnisvolle Eltern zu haben.
Wie ein zweiter Blitz durchzuckte es sie, als ihre Gedanken sie zu Nain brachten. Wie mochte es ihm wohl ergangen sein? Susan entschied, dass sie ihn anrufen sollte. Vielleicht würde eine vertraute Stimme dort etwas weiter helfen?
Vorsichtig nahm sie den Hörer in ihrem Zimmer ab und verharrte kurz. Sollte sie das wirklich tun? Zudem war sie neugierig, was ihr Vater wohl ihrer Mutter erzählen würde. Wenn sie sie belauschen würde, dann… Sie verwarf den Gedanken sofort wieder. Würde sie entdeckt werden wäre der Vertrauensbruch vorprogrammiert und die gerade gebaute Basis zerstört. Sie musste einfach abwarten, was sich ergab.
Langsam wählte sie die Nummer von Nains Familie, wobei sie dich für das Festnetz entschied. Vielleicht bekam sie ja die Mutter dran?
Es war ungewohnt und nicht ganz leicht mit ihren Fingerkrallen das Telefon zu bedienen, aber mit ein paar Versuchen klappte es dann doch und sie hob den Hörer dahin, wo sie ihr Ohr zuletzt vermutet hatte, musste aber etwas tiefer gehen, um das Frei Signal zu hören.
Nach dem fünften Klingeln fragte sie sich ernsthaft, ob alles gut gegangen war. Zwei Sekunden später nahm jemand ab und sie hörte etwas Geschrei und eine männliche Stimme, die etwas erschöpft kund gab: „Hier Chinaskie, ja?“
Susan war sich ihrer Sache nicht ganz sicher, aber für einen Rückzieher war es jetzt wohl zu spät. „Susan hier, ist Nain schon bei euch angekommen?“
Kurz darauf hörte sein ein etwas entferntes Geschrei und ein Klatschen. „Du, tut mir Leid Susan. –Nun hör auf mit dem Latschen zu schmeißen, Johanna, er tut doch noch gar nichts-“
„Bist du dir da sicher?!“
„Ja, bin ich, er hockt da doch nur und schützt sich. – Irgendwie ist es grad schlecht, hier sitzt so ein gigantischer Vogel, weiß du, vielleicht sollten deine Eltern sich den mal ansehen, er kann sogar etwas sprechen, aber viel ist noch nicht dabei herum gekommen. Ich glaube wir sperren ihn erst einmal irgendwo ein, dann überlegen wir noch mal was wir mit ihm machen.“, kam Nains Vater mit einem leisen Knacken durch den Hörer.
„Nein, wartet, es ist doch ganz anders…“, begann Susan, wurde aber direkt unterbrochen.
„Da, er hat seinen Flügel gehoben, guck dir das an, der hat ja Badesachen an, so was ähnliches wie Nain hat!“
„Stimmt schon, na und? Was soll uns das sagen?“
„Bitte, hört mir doch einmal zu!“, das war eindeutig Nain, der dazwischen krächzte.
„Ist gerade ganz schlecht Susan, versuch's später noch einmal, ja?“
„Haben wir noch was zum werf…“ hörte Susan gerade noch, als ein klicken das Ende des Gesprächs anzeigte. Sie hatte nicht einmal die Möglichkeit gehabt etwas zu erwidern.
Susan hätte die Hände über den Kopf zusammen geschlagen, wenn sie noch Hände hätte. Eine Sekunde überlegte sie, was Vögel dann tun würden, besann sich dann aber auf Nains Situation. Was sollte sie nur tun? Noch einmal anrufen? Nain das Feld überlassen? Hinfliegen?
Sie gab sich nur eine Minute und entschied dann…
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