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Wednesday
February 15, 2012
3:27pm EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: ... so etwas wie... Bewunderung oder Faszination erkennen?! | Go Back

  Chapter 45: Der Mensch im Tier   (ID #648481)
    an addition by: yarrek  More by this author

(Ein Kapitel von terralux)

In seinen Augen konnte sie eine Art Bewunderung erkennen, aber schlimmer noch, sah sie auch Gier mitschwingen. Die Art, wie er vor allem auf die langen Schwungfedern schielte verhieß nichts Gutes.
Aber das störte sie relativ wenig, sie wollte nichts weiter, als in das Haus kommen und Nain helfen. Sie stürmte etwas vor, drängte ihren Vater weiter durch die Tür mit den Worten: „Komm schon, die Tür ist offen und wir sollten längst drinnen sein.“, als sie ein schmerzhaftes Rucken spürte.

Garcia hatte es also gewagt. Wütend wirbelte Susan zu ihm herum und sah, wie er ein kleines Bündel Federn in seinen Händen hielt. Sie funkelte ihn so zornig mit ihren Vogelaugen an und sperrte ihren Schnabel einmal so weit auf, wie sie konnte. Sie hätte selbst nicht gedacht, dass die Wirkung so durchschlagend sein würde, aber Garcia lief kreidebleich an und floh ohne ein Wort schnell in den Garten, wo er Susan von einem Gebüsch aus beobachtete.
Nicht, dass das Gebüsch ihm irgendeinen Schutz geboten hätte, aber es war wohl besser irgendeinen Fluchtort zu haben, als gar keinen.
Während ihr Vater bereits ins Haus gegangen war und sich an den Geräuschen orientiert hatte kam Susan nun hinterher und ihr bot sich ein seltsamer Anblick. In der Stube stand Nain in einer Ecke, den Kopf nach unten gebeugt und die starken Arme mit den Schwingen zum Schutz halb vor ihm ausgebreitet.
Die Menge an Sachen, die vor ihm lagen, die Tatsache, dass er eine leicht rötliche Färbung an einem Arm und dem Kopf hatte und die Schimpfende Miss Chinaskie malten ihr ein groteskes Bild. Nie hätte sie sich träumen lassen, dass Nains Mutter so wild werden konnte. Ihr Vater war offenbar gerade erst dazu gekommen und begann jetzt mit ihr zu reden. Nains Vater war nirgends zu sehen.
„Bitte, Mrs. Chinaskie, beruhigen sie sich erst einmal.“, begann ihr Vater betont sachlich und beruhigend, wie immer.
„Beruhigen? Ich habe hier ein verdammtes Monster in der Stube, mit Federn und Schnabel und so, aber gut, dass sie da sind, ich kann es nicht vertreiben, können sie es nicht betäuben oder erschießen, oder so?“
„Mum!“, fuhr Nain kreischend dazwischen und sah angsterfüllt aus seiner Deckung auf.
Susan hielt nichts mehr dort, wo sie stand. Sie stürmte an den beiden Menschen vorbei und direkt auf Nain zu. Ihr war egal, was Nains Mutter oder ihr Vater sagen würden, es war einfach schrecklich ihn so sehen zu müssen, er war immer der Stärkere von ihnen beiden gewesen und nun sah er doch sehr gebrochen aus mit seinen teils von irgendwelchen Sachen verschmutzten Federn, die einmal so makellos waren. Ohne das Nain etwas unternehmen konnte legte Susan ihre beiden Arme um ihn und drückte ihn fest an sich.
„Susan, ich…“, begann er stockend und sie erkannte die Träne in seinen Augen.
„Ganz ruhig, mein Großer, ich weiß ja, wer du bist…“, entgegnete sie nur und drückte sich fest in seine Brustfedern. Nain hätte die Umarmung gerne erwidert, aber dann hätte er irgendwie ihre starken Schwungfedern zur Seite biegen müssen und er wusste selbst, wie schwierig und unangenehm das sein würde. Also hob er nur die „Hände“ und ließ die Flügel abgeknickt, während er seine klauenhaften Hände mit den drei Finger, oder Krallen, was auch immer, die ihm geblieben waren, um ihren Hals griffen und sie sich so doch irgendwie umarmten.
So versunken registrierten sie kaum die Unterhaltung, die ihre Eltern gerade miteinander führten, bis ihre Namen vielen.
„Also die Schwarze da, die soll angeblich meine Tochter Susan sein und der prächtige Fischadler soll dann wohl Nain sein.“, schloss ihr Vater gerade.
Susan stöhnte innerlich auf. Jetzt kam der Knackpunkt…
Erstaunlicherweise sagte Johanna erst gar nichts. Sie setzte sich und sah die beiden Vögel an.
Dann schüttelte sie den Kopf und Susan hatte sah förmlich die dunklen Wolken aufziehen.
„Ich glaube ihnen kein Wort und wenn es doch so wäre würde ich meinem Sohn auf der Stelle den Kontakt mit ihrer Tochter verbieten, weil sie entweder eine böse Hexe wäre, die verbrannt gehörte, oder eine feige Freundin, die sich nicht um die Belange von meinem Sohn kümmert. So oder so, ich glaube nicht, dass dieses … Ding … da mein Sohn ist. So etwas habe ich nicht auf die Welt gebracht.“

Wenn die Worte physischen Schaden hätten ausrichten können wären Nain und Susan wohl zu einer formlosen Masse aus fleischlichen Brei mit Federn zusammen gesackt.
„Überlegen sie es sich noch einmal, Miss Chinaskie, ich bin zwar auch nicht überzeugt, aber dieser Rabe hat dieselbe Stimme und weiß alles, was Susan weiß…“
Sie verschränkte die Arme. „Nein, bitte nehmen sie das… was auch immer da mit… vielleicht sind sie ja auch daran Schuld? Ja warum eigentlich nicht, es soll ja so Wissenschaftler geben…“
Jetzt war es an Susans Vater die Arme zu verschränken.
„Jetzt gehen sie aber zu weit, Miss Chinaskie, ich lass mir zwar eine gewisse Besessenheit von Vögeln nachsagen, aber die Wissenschaft ist lange nicht soweit, so etwas auch nur im Ansatz zu vollbringen, geschweige denn vollbringen zu wollen! Ich denke sie sollten sich erst einmal beruhigen. Ich nehme die beiden Vögel mit und wenn sie jemals Sehnsucht nach ihrem Sohn haben sollten können sie ja gerne bei uns vorbei kommen.“
„Pah, als ob sie wegkommen würden, mein Mann spricht gerade mit Polizei und anderen Verbänden, wahrscheinlich ist das FBI gleich da…“, Nains Mutter wirkte trotzig und ziemlich wütend, oder verängstigt? Niemand konnte diesen Mix aus Emotionen, der ihr ganzes Gesicht zu überziehen schien bestimmen zu können.
Man hörte Füße trappeln, als auch schon Nains Vater wie bestellt herunter kam.
„Keine Sorge, Johanna, die Polizei müsste gleich ankommen. Dann klärt sich alles… Oh, hallo, natürlich, dich hätt ich auch sofort anrufen können…“
„Kein Problem, aber ich glaube wir bleiben besser nicht, ich nehme die beiden Vögel schon mit.“, antwortete Susans Vater schnell und besorgt.
Auch Nain und Susan hatten sich wieder einigermaßen gefasst.
„Komm Nain, wir gehen besser, die Polizei braucht jetzt nun wirklich noch nicht davon erfahren…“, meinte Susan und zog Nain mit sich, der sich vorsichtig und völlig niedergeschlagen durch die Masse an Scherben und zerbrochenen Dingen mit ziehen ließ.
„Ich denke es ist besser ihr bleibt hier.“, entgegnete Johanna, die nun ein Messer in der Hand hielt. „Was soll ich sonst der Polizei erzählen, die stellen mir ja das ganze Haus auf den Kopf und ich steh noch als Verrückte da.“
„Johanna, jetzt leg bitte das Messer weg…“, funkte ihr Mann dazwischen. „Sonst denken sie nicht nur, dass du Verrückt bist, sondern du bist es wirklich, denk mal drüber nach, was du gerade tust, du bedrohst hier zwei offensichtlich intelligente Wesen und unseren Freund. Ich glaube du solltest jetzt das Messer besser weglegen.“
Johanna sah auf das Messer, jetzt, als sei es etwas Widerwärtiges und legte es behutsam auf den Tisch.

„Geht doch… geht endlich… Ich werde hier auf Nain warten, auf meinen Nain.“
Nain ließ sich die neuerliche Verletzung nicht anmerken, langsam steig seine Wut: „Mum, wie oft soll ich noch sagen, dass ich dein Sohn bin? Denk dir nichts bei den Aussehen und der Stimme, ich bin es dennoch! Solltest du je Verlangen danach spüren deinen Sohn wieder zu sehen, weißt du ja, wo du mich findest, nämlich da, wo nicht allein das Aussehen zählt, da wo Menschen einfach mal nett sind und sehen, wie sich die Dinge entwickeln und nicht sofort alles heraus schmeißen, was für sie fremd und ungewohnt ist. Auf Wiedersehen!“
Man konnte förmlich sehen, wie der menschliche Teil Nains stocksauer durch den Flur gehen sehen. Susan folgte ihm schnell und auch Susans Vater drehte Johanna langsam den Rücken zu, während seine harten Gesichtszüge recht genau sein Einverständnis mit Nains Meinung zeigte.
Sie waren nicht einmal die Hälfte des Flurs entlang gekommen, als sie Sirenengeheul vernahmen und Garcia ihnen den Weg versperrte…
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1.   Garcia aus den Weg scheuchen und zu fliehen/fliegen. *

2.   Abwarten…

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