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Monday
May 28, 2012
2:14am EDT


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: Sie versuchen diesen Abend auszubrechen. | Go Back

  Chapter 14: Ausbruch!   (ID #631118)
    an addition by: yarrek  More by this author

(Ein Kapitel von terralux)

… versuchen einen kleinen Aufruhr zu veranstalten und dann zu fliehen?“
„Hmm?“, zuckte dieser mit den Achseln.
„Ich glaube ich hätte da eine Idee, du spielst als ob du krank wärst und wenn sie das bemerken und herein kommen überwältigen wir die eine Wache.“
„Tolle Idee, nur sind es drei Wachen und keine geht einzeln, mein Freund“, erwiderte Jacque ungerührt.
„Ach verdammt…“, murmelte Jan und setzte sich deprimiert wieder hin. Sein Kopf hämmerte noch wie ein zu großes Uhrwerk und zehntausend Zahnräder mahlten dort fröhlich umher. Der Schlag des Eingeborenen hatte gesessen.

„Aber wenn ich dich richtig verstehe hast du Lust auf einen kleinen Ausflug, ja?“, fragte Jacque unvermittelt.
„Ausflug… wie sich das anhört…“, knurrte Jan missmutig.
„Nun, meinetwegen können wir gehen, die Leute hier kaufen nicht mehr so gut wie früher, eigentlich könnte ich mein Geschäft hier auch aufgeben, das kostet allerdings eine Kleinigkeit.“
„Was, wie meinst du das?“, fragte Jan plötzlich interessiert.
„Wenn du mir einen guten Preis bietest bin ich bereit diesen Ort mit dir zu verlassen, außerdem biete ich dir einen Fluchtweg.“
„Aha? Wie das? Und wie viel kostet es?“, fragte Jan besorgt.
„Wie viel hast du denn mit?“, fragte der Geschäftsmann neugierig.
„Moment…“, Jan kramte in seinen Taschen und förderte einige Münzen zu Tage, die Meisten waren schon angelaufen und der Lurs war nicht besonders gut gewesen, weshalb sie wahrscheinlich einen hohen Bleianteil enthielten.
„Gar nicht mal schlecht“, murmelte Jacques unvermittelt und fügte dann hinzu: „Ich bin ein ehrlicher Geschäftsmann und mir liegt nichts daran einen Kunden ganz blank zurück zu lassen, deswegen darfst du diese Münze hier behalten.“
Damit schob er eine silbrige Münze wieder in Jans Richtung während er den Rest zusammen schob und in eine seiner unzähligen Taschen verschwinden ließ.

„Danke“, lächelte Jan gequält. Ausgerechnet diese Münze war umgerechnet am wenigsten wert, denn der Bleianteil war so groß, dass die hauchdünne Silberschicht schon die ersten Löcher aufwies.
„Wie bekommen wir Matteo und Qualiotzl wieder frei?“, halte er noch nach.
„Du hast nur für deinen Ausbruch bezahlt.“, stellte Jacques fest.
„Sie haben sicher auch Geld…“, stöhnte Jan angestrengt. Dieser Kaufmann machte ihn fertig.
„Na gut, mittlerweile sollten sie auch im Gefängnis sitzen, das macht sie Sache leichter.“
„Na jetzt bin ich gespannt“, grummelte Jan widerstrebend und sah das Gitter an.
Jacques jedoch wischte etwas Stroh von einigen Steinen weg und legte die darunter liegenden Steinplatten frei.
„Weiß du, dass einige Könige in den Zellen gelandet sind und das schon vorher wussten? Jedenfalls wurden sämtliche Baumeister der Zellen regelmäßig umgebracht und jeder König ließ die Zellen von neuem verbessern. Wenn man nun ein wenig interessiert ist an gewissen… Dingen… ist es ziemlich einfach gewisse Stellen zu finden und an diesen und jenen Stein zu rütteln.“, während er sprach hantierte er mit verschiedenen Klingen herum, kratzte Staub aus den Fugen und berührte ein paar Steine immer wieder.
„Verdammt natürlich genau diese Zelle hat einen klemmenden Mechanismus…“, grummelte er und stampfte einmal wütend auf einen Stein, der daraufhin einmal seufzte und dann nahezu geräuschlos im Boden versank und zur Seite glitt.

Das Loch im Boden schien ein sicherer Ausweg zu sein.
„Schnell, vielleicht haben sie was gehört.“, meinte Jan und sprang in das Loch.
„Warte da unten…“, weiter kam Jacques nicht, denn Jan war schon verschwunden.
„Merde…“, raunte er, hieb ein flaches Holz an der Seite herunter, worauf ein und sprang hinterher.
Unten war es stockdunkel und ein Ächzen wies Jacques darauf hin, wo Jan gelandet sein musste.
„Merde!“, rief er halblaut aus, als er Jan fand. Er hielt sich einen Arm, aus dem frisches Blut heraus lief. Von irgendwo holte Jacques eine Fackel, die er irgendwie zum Brennen gebracht hatte. Er sah sich die Wunde an und schüttelte den Kopf.
„Du verdammter Hornochse, so viel Glück kann man doch gar nicht haben, Mondieu!“, fluchte er leise. „Da waren einige Steinerne Spitzen an den Seiten, die jeden aufgerissen hätten. Sonst hätte ja jeder einfach fliehen können, man muss schon einen Hebel benutzen, der die Zacken einfährt.“
Jan wirkte verwirrt. „Warst du schon einmal hier unten?“, fragte er unsicher.
„Nein wirklich, mindestens schon drei Mal, irgendwie muss ich ja an neue Waren kommen, die ich den Trottel andrehen kann.“, meinte er vielsagend.
Nimm ein Stück Stoff und binde es um deinen Arm, außerdem bleibst du ab jetzt schön hinter mir, verstanden?“

Jan gehorchte, Widerworte waren gerade fehl am Platze, also fragte er nur: „Wie finden wir denn jetzt meine Freunde?“
„Keine Angst, ein König lässt sein Gefolge nicht zurück, zumindest seine Generäle braucht er, deswegen kann man die Geheimtüren auch anders öffnen. Warte kurz.“
Jacques stieg eine Leiter hoch, die unvermittelt an einer Seite hing. Nur kurze Zeit später kam er wieder herunter und sah einen neugierigen Jan.
„Die Zellen 20 und 21.“, meinte Jacques leise und betätigte zwei Hebel, während er einen Dritten wieder nach oben bewegte. Ein leichtes Schmirgeln bedeutete ihm, dass der Mechanismus funktionierte. Nicht lange darauf kamen zwei Menschen in ihre Richtung und Jan stellte erleichtert fest, dass es Matteo und Qualiotzl waren.
„Perfekt, mein Freund, wie habt ihr das gemacht?“, fragte Matteo voll Freude.
„Meinem Freund Jacques hier haben wir das zu verdanken und es war weiß Gott nicht billig.“, lächelte Jan.
„Wo wir beim Geschäft wären.“, meinte Jacques beiläufig, während er an den Hebeln hantierte. „Ihr schuldet mir noch was.“
Matteo und Qualiotzl sahen Jan fragend an, der nur die Schultern hob. „Besser als zu versauern, oder?“
Es knirschte einmal unangenehm und Jacques räusperte sich.

„Ich denke ich bin ein ehrlicher Händler, deswegen gewähre ich euch einen Nachlass… die Hebel sind abgebrochen, damit sind die Wachen sehr bald alarmiert, deswegen möchte ich nichts weiter, als das wir ganz schnell LAUFEN!“
Schnell nahmen alle die Beine in die Hand und liefen Jacques „Merde!“ hinterher.
Sie hasteten durch die Gänge und hörten an kleinen Löchern eilige Schritte. Nach einer unvorhergesehenen Tür standen sie plötzlich auf der Straße und sahen einige Leute, die aufgeregt hin und her eilten.

„Schnell, hier lang!“, meinte Jacques und lief los. Doch er war schnell, so schnell, dass sie ihn an der zweiten Hausecke verloren hatten. Ohne nach zu denken lief Matteo den anderen voraus, im Wilden Zick zack eilten sie durch die Stadt und immer wieder liefen die Einheimischen ihnen hinterher und verschwanden dann plötzlich wieder. Jan wusste, dass das ständige Laufen keine gute Strategie war. Er schaffte es Matteo einzuholen und überholte ihn. Dann bog er schnell an einer Ecke ein und fand einen kleinen viel versprechenden Eingang. Sie zwängten sich hindurch und kamen nach zwei kleinen Räumen in einem großen Raum an.
Groß traf es nicht ganz, der Raum war fast gigantisch. Jan sah sich um. Einige Männer waren anwesend, vor allem unten in dem Vorraum, wo normalerweise gebetet wurde. Die Männer trugen Waffen. Vollkommen erstarrt sahen sie zu, wie die Männer mit den langen Spießen sie umzingelten.

Jan riss sich als Erster aus der Starre und sprang zu dem Altar. Er hob eine goldene Schale an die mit einer Flüssigkeit gefüllt war und hielt sie bedrohlich nach oben.
„Lasst und in Ruhe, oder ich werde das Zeug weg schütten… oder trinken, oder was euch auch immer am meisten ärgern wird!“
Die Speerträger sahen einander kurz an, dann…
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