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Monday
May 28, 2012
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  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: Jan kann nicht mehr und bricht zusammen | Go Back

  Chapter 21: Weiter Weg der Totenstille   (ID #814519)
    an addition by: yarrek  More by this author

(Ein Kapitel von terralux)

Matteo war sich sicher, dass mit Jan etwas nicht stimmte. Er wirkte bei dem kleinen Marsch deutlich erschöpfter, als es normal gewesen wäre. Sicher, die schwüle Luft und die Umstände machten auch ihm zu schaffen, aber es kam ihm dennoch komisch vor. Zudem schlotterte Seine Hose um die Beine, als wären sie nur noch Knochen. Außerdem hatte er sich seit geraumer Zeit an den Hintern gefasst, als ob es ihn jucken würde oder so.
Erneut riskierte er einen flüchtigen Seitenblick und stellte fest, dass irgendetwas an dem Hintern komisch aussah, es schien, als sei er weiter ausgebeult. Aber wirklich deuten konnte er es nicht. Ein glückliches Gesicht machte Jan jedenfalls nicht gerade.
Er hätte ja gern gefragt, was los sei, aber die Ureinwohner hatten ihnen absolutes Schweigen geboten, wenn sie überhaupt lebend mitkommen wollten. Matteo zweifelte keine Sekunde daran, dass sie getötet werden würden, wenn es zu lästig wäre sie weiter mit zu führen. Vielleicht war dieser Stamm eh kannibalisch veranlagt, oder sie würden ihren Göttern geopfert werden, oder…
Er brach ab. Diese Gedankenspirale brachte ihn nur näher daran verrückt zu werden. Außerdem schien seinem Freund etwas zu schaffen zu machen. Jan strauchelte und taumelte eher vorwärts, als das er wirklich ging. Was war nur mit ihm?
Vorsichtig zischte Matteo ihn an, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch der schien taub zu sein, jedenfalls machte er nur noch zwei schnelle Schritte und fiel dann kopfüber auf den weichen Waldboden. Sofort waren zwei der Ureinwohner bei ihnen. Während einer weiter mit dem Speer Jan bedrohte kniete der andere hinunter und begutachtete Jan.
Ein einziger schneller Biss und der wäre hinüber…, zuckte es durch Matteos Schädel. Aber dann wären sie die nächsten, die starben. Der Ureinwohner ließ Jans Kopf fallen und begab sich zu seinen Beinen. Als er die Hose etwas hochgeschlagen hatte konnten sie sehen, dass die Beine tatsächlich dünn wie Streichhölzer waren. Kaum möglich, dass man mit ihnen wirklich laufen könnte.
Verwundert sah der Ureinwohner zu Matteo hinüber, wurde aber gleich darauf von etwas anderem abgelenkt. Irgendetwas am Hintern von Jan bewegte sich. Konnte das eine Schlange sein? Mit äußerster Vorsicht begann der Ureinwohner sich an Jans Hose zu schaffen zu machen. Mittlerweile hatte sich auch der Rest der Gruppe um sie geschart, nicht weniger bereit sofort mit ihrem Speer zuzustechen.
Da die Hose ihm anscheinend zu viele Probleme machte zog der Ureinwohner kurzerhand ein scharfes Messer hervor, mit dem er den Bund durchschnitt.
Angstvoll wich er zurück, als ein paar Federn zum Vorschein kamen. Viele der Ureinwohner umfassten ihre Speere fester und schienen nur darauf zu warten, dass ein anderer den ersten Stich tat.
Matteo war nicht weniger verwundert als die anderen. Was um Himmels Willen hatte diese komische Suppe mit Jan angestellt, erst diese Schlangenfähigkeiten und jetzt Federn? Hatten die Ureinwohner sich mit dem Teufel eingelassen?
Die Neugier siegte schließlich und der Ureinwohner zog die Hose weiter hinunter. Zum Vorschein kam ein etwa halber meterlanger Schwanz, der mit Federn bedeckt war. Testweise zog der Ureinwohner daran und Jan gab ein leichtes Wimmern von sich.
Plötzlich hoben ein paar der Ureinwohner ruckartig den Kopf. Was auch immer sie gehört hatten schien nicht gut zu sein. Sie gaben schnell ein paar Befehle und ein paar der Ureinwohner verschwanden.
Matteo dachte schon bei sich, dass sie Jan vielleicht zurücklassen würden, doch im Nu waren die gerade losgeschickten Einwohner wieder da und trugen einen kleinen Baum mit sich. Stumm sah Matteo zu, wie Jan an dem Ast festgebunden wurde und nun wohl von zwei der Ureinwohner getragen werden würde.
Viel Zeit ließen sie sich nicht, sie schienen es sehr eilig zu haben. Wovor auch immer sie flohen, Matteo entschied sich lieber bei Jan zu bleiben, auf irgendeine Art schienen die Ureinwohner Respekt vor ihnen zu haben, aber die Eroberer würden sie wohl eher jagen und zu einem schlimmen Tod verurteilen. Jan als Teufel darstellen und ihn wohl als dessen Diener. Schlimmeres würden die Ureinwohner wohl kaum mit ihnen anstellen, oder?
Jan wimmerte etwas vom Schmerz und sein Schwanz bog und krümmte sich wie eine Schlange, die noch nicht recht wusste, was sie tun sollte. Erst jetzt fiel Matteo auch auf, dass nur die obere Seite des Schwanzes mit Federn bedeckt und die untere tatsächlich schuppig war.
Er schauderte, was würde wohl noch alles mit Jan passieren?
Viel Zeit zum Nachdenken hatte er nicht, die Ureinwohner drängten zu einem schnelleren Tempo. Und was auch immer sie verfolgte schien entweder näher zu kommen, oder die Ureinwohner auf Entfernung zu verängstigen. In einem bewaldeten Gebiet teilte sich die Gruppe plötzlich auf und durchquerte den sanft ansteigenden Berg auf verschiedenen Wegen. Manchmal hüpften sie.
Was irgendwie nach Spaß aussah war tatsächlich ein Gebiet von Fallen, wie Matteo bei einer solchen feststellte. Es brauchte ihn niemand darauf hinzuweisen besser nah bei den Eingeborenen zu bleiben. In Gedanken ging er die vielen schrecklichen Tode durch, die einem in so einer Falle widerfahren konnten. Innerlich zweifelte er daran, dass auch nur eine einzige darauf ausgelegt war das Opfer noch am Leben zu lassen…
Er schüttelte sich kurz und passte eine Sekunde lang nicht auf, er rutschte etwas ab und Panik stieg in ihm auf. Durch die fast gespenstische Stille mit dem leisen Rascheln ihrer Schritte drang sein kehliger Schrei und er dachte, dass es mit ihm wohl zu Ende ginge…

Jan hingegen hatte eher einen anderen Gedanken… HUNGER!
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