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Monday
May 28, 2012
2:15am EDT


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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This item has no ratings.
Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: Steffen hilft Lena. | Go Back

  Chapter 14: Was für ein Abend!   (ID #560068)
    an addition by: yarrek  More by this author

Marquez rannte um sein Lebend und wagte es nicht sich nach dieser Wolfsbestie umzudrehen, zu sehr hatte er davor Angst zu stürzen. Er würde dann am Boden liegen, dieses Wolfding würde sich mit geiferndem Maul auf seine...
Verdammt Marquez, es ist nur ein Wolf-Mensch-Mix, kein Werwolf aus einem billigen Horrorstreifen! Reiß dich zusammen!, zischte wütend eine Stimme in seinem Kopf. Der Wolfjunge hat dich einfach überlistet und überrumpelt, ja das war wirklich erschreckend wie der Typ aus dem nichts aufgetaucht war, aber reiß jetzt zusammen!

Zaghaft sah er hinter sich. Dann blieb Marquez sogar kurz stehen und sah in die Richtung aus der der Wolftyp hätte kommen sollen.
Da war niemand, nichts!

Erleichtert aber immer noch angespannt hastete er weiter, durch den Ausgang dieses vermaledeiten Friedhofs zu seinem Fluchtauto. Mit zittrigen Finger öffnete er die Autotür, die Zündschlüssel steckten schon, er musste nur noch auf das Gaspedal treten...
Sein Handy vibrierte kurz und Marquez kramte es nervös heraus. Das musste eine Nachricht vom Don sein, der ihn jetzt wahrscheinlich sagen würde wohin er fahren sollte. Er las die Nachricht und Verwirrung breitete sich auf seinem Gesicht aus. Beim zweiten mal pures Entsetzten.
Auf dem Display stand: Amateur.

Eine gewaltige Explosion zerriss das Auto und schleuderte seine Einzelteile in alle Richtungen und die Gläser der umstehen Häuser zerbarsten durch diese Geschosse. Ein kleiner Feuerball stieg in die Luft empor und erhellte kurzzeitig die Umgebung. Marquez starb fast auf der Stelle, er hatte keine Chance.
Marquez Schande und seine stümperhaften Aktionen an diesem Abend, aber auch schon zuvor, waren einfach zu schlimm um ihn weiter leben zu lassen.
Das dachte zumindest sein ehemaliger Boss.

Lena stolperte auf die Kindergräber zu und versuchte wild mit den Armen rudernd wieder ihr Gleichgewicht zu finden. Ihr Fuß blieb an der niedrigen Umzäunung eines Grabes hängen und sie stürzte. Entsetzt stellte Lena fest das mit dem Gesicht direkt gegen einen der massiven Grabsteine krachen würde, sie versuchte schützend den rechten Arm vor ihr Gesicht zu heben, doch es wäre zu spät gewesen.
Plötzlich spürte sie wie zwei starke Hände, oder besser Pfoten, sie unter den Achseln packten und fest hielten, ihr Gesicht nur Millimeter von der Marmorplatte entfernt.

Vorsichtig und behutsam lies Steffen sie auf das Blumebeet vor dem Grab gleiten und half ihr dann auf. Geschockt und auf zitternden Beinen kam Lena zum stehen.
„Ist... ist dir irgendwas passiert?“, fragte Steffen besorgt, sah ihr direkt in die Augen und legte sanft eine Pfote auf ihre Schulter, für den Fall das sie zusammenbrechen sollte.
Sie schluckte schwer, faste sich und anwortete mit brüchiger Stimme „Ich glaub ich bin um zwanzig Jahre gealtert, aber sonst... fehlt mir nichts.“
„Wo ... wo ist dieser Irrer hin?“, fügte Lena fragend hinzu und sah ihm erwiderte leicht verwirrt seinen Blick.
„Keine Angst, der ist abgehauen, der kommt so schnell nicht wieder. Aber wir sollten von hier verschwinden, ich hab diesen Friedhof satt.“
Steffen wollte schon losgehen, aber bemerkte das sie einfach nur starr stehen blieb und ihn zögerlich ansah.
„Steffen... ich... danke!“
Damit umarmte Lena ihn dankbar und schluchzte in seine Brust hinein. Überrascht erwiderte er ihre Umarmung und tätschelte ihr dann beruhigend über den Hinterkopf. Sie presste sich nur umso fester an ihn und ihr Gesicht versank etwas in seinem Fell, genau wie heute in der Bar, dachte Steffen und hielt sie fest. Langsam beruhigte sich Lena, lies aber trotzdem nicht los...

Eine laute Explosion röhrte durch die stille Nacht, ein kleiner Feuerball stieg in die Höhe und beleuchtete kurz die Gräber. Klirrend flogen kleine Trümmerteile durch die Luft und man hörte zerberstendes Glas. Erschrocken zuckten die beiden zusammen und sahen entsetzt in die Richtung aus der die Explosion kam.
Steffen löste sich von ihrer Umarmung und rieb sich die schmerzhaft klingelnden Wolfsohren.
„Großer Gott, was war das?“, stöhnte er.
Der beißende Geruch von verbranntem Gummi und schmelzendem Plastik stach in seine Nase, etwas süßlich widerwärtiges... Verbranntes Fleisch, schoss es ihm durch den Kopf.

„Keine Ahnung...“, murmelte Lena und begann auf wackligen Beinen langsam zum Ausgang des Friedhofs zu gehen. Steffen folgte ihr beunruhigt.

Nach dem sie der Polizei unter immer schwerer werdenden Liedern berichtet hatten was geschehen war und nachdem der Notarzt sie untersucht hatte, konnten die beiden endlich ihren Weg nach Hause fortführen.

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