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Creative Writing / Writer / WritersContent Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older OnlyWriters / Writer / Creative Writing

  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly PageTell A Friend
Rated:
18+
 Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei (hoffentlich ;) ) spannende Geschichten. Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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This choice: Sich mit dem Fernseher ab zu lenken. || Go Back

  Chapter 17: gegenseitiges Vertrauen...   (ID #625838)
    an addition by: yarrek  [ More by this author ]

Steffen drehte seine spitzen Ohren Richtung Küche. Lena schien immer noch in die Fressalien zusammen zu suchen, wenn er sich also beeilte, sollte nichts passieren...
Kopfschüttelnd schaltete der Wolf den Fernseher ein um seine Neugier tot zu zappen. Das sind doch nur ein paar Zettel, ich werde garantiert nicht die Freundschaft mit Lena wegen ihnen riskieren, dachte er entschlossen und zappte durch das Spätnacht-Programm.

Die Sekunden schienen sich endlos in die Länge zu strecken, immer wieder sah Steffen gebannt zu dem Blätter Chaos, aus dem eine dünne Schreibtischlampe ragte. Regelmäßig drehten sich seine Ohren zur Küche...
Schlechte Pornostreifen und –werbungen, unterbrochen von gähnend langweiligen Wiederholungen konnten einfach nicht fesselnd genug sein, um seine Neugier zum Schweigen zu bringen. Steffen streckte seinen Hals, doch natürlich konnte er auf die Entfernung nicht sehen was auf den Zetteln stand...
Schließlich gab er auf, wollte gerade aufstehen um zum Schreibtisch zu eilen, da ging plötzlich die Küchentür auf und Lena betrat mit zwei Tellern den Raum. Er zuckte erschrocken zusammen, drehte rasch seinen Kopf wieder zum Fernsehr, und witterte die Fressalien, die sie auf den Tellern mitbrachte. Er roch Bratwürste, eine etwas ältere Salami und Vollkornsemmeln, worauf sein Magen zufrieden grummelte.
„Läuft irgendetwas interessantes in der Glotze?“, fragte Lena gespielt neugierig, während sie die Teller auf den schmalen Sofatisch absetzte.
„Nicht wirklich... Aber das ist ja immer so...“

Sie setzte sich dicht neben ihn auf das alte Sofa und reichte ihm einen der Teller. Er bedankte sich, schnappte sich eine der Bratwürste und biss der Wurst hungrig den Kopf ab.
Kurz darauf folgte der Rest und Steffen grub seine Fangzähne in eine der Vollkornsemmel und riss ein großes Stück heraus.
Er spürte plötzlich den erschrockenen, aber auch faszinierten Blick Lena’s, die gerade einmal dazu ansetzte von ihrer Wurst abzubeisen. Steffen hielt verlegen inne, schluckte seinen Bissen herunter und murmelte entschuldigend
„Tut mir Leid, wenn ich hungrig bin und esse, wird das Ganze dann ein wenig... naja, ’wild’...“
Sie winkte belustigt ab „Mich stört das gar nicht so sehr, nur sah dass gerade... naja, eben wild aus.“
Kichernd fügte sie hinzu „Wenn du deinen Gesichtsausdruck jetzt sehen könntest... Du siehst so aus wie ein kleiner Welpe, da kann dir doch keiner böse sein, du Kuschelwolf.“
Steffen lächelte und wedelte erleichtert mit seinem Schwanz, der klopfend auf das Sofapolster traf. Er schaltete auf einen anderen Sender um und griff nach einer der nächsten Bratwurst, die er etwas langsamer verspeiste...

„Und jetzt gleich nach der Werbung: die Polit- und Satirerunde mit Roland Stein!“, verkündete der Fernsehbildschirm, während Steffen seine letzte Wurst vertilgt hatte.
„Machen sie es sich bequem, mit dem hochmodernen Entspannbett von Rattenstein für nur 2300,-- € ! Es hat eine Massagefunkt-...“
„Ich mach es mir auch schnell bequem, gleich wieder da.“, sagte Lena lächelnd und stand auf. „Du kannst ruhig deine Jeans auszuiehen, ich nehm ja mal an dass du eine Boxershort anhast.“
Damit verschwand sie in einem der hinteren Räume, während Steffen auf einen anderen Sender umstellte. Dankbar, aber auch etwas verunsichert, nahm er ihr Angebot an und zog seine Jeans aus. Alles in allem war es doch ein wenig unangenehm warm in ihrer Wohnung gewesen...

Gerade als die Werbung zu Ende ging, tauchte Lena wieder auf. Sie trug nun einen flauschigen weißen Bademantel, den sie eng um sich geschlossen hatte, und setzte sich wieder dicht neben Steffen.
Die Werbung endete gerade, und ein charismatisch aussehender Mann in einem schwarzen Anzug tauchte auf dem Bildschirm auf, im Hintergrund eine typische Late-Night-Show Bühne.
„Gut dass sie trotz der späten Stunde noch zu uns geschalten haben oder die Werbepause überlebt haben.
Heute geht es in unserer Sendung um das Thema ’Diskriminierung und Verdrängung der Anthros in unserer Gesellschaft’. Heute zu Gast bei mir...“
Steffen seufzte gelangweilt auf und ließ die Ohren hängen. „Mein Gott, wird das den denen nie langweilig stundenlang darüber zu labern, nur um festzustellen dass es bedauerlich, aber nicht zu ändern ist?“
Lena schnaubte belustig „Naja, das gleiche kommt doch bei all den anderen Themen doch auch raus, oder?“
Er nickte nur zustimmend und schaltete dann auf den nächsten Kanal weiter, auf dem gerade eine Spätnachrichten-Show lief.

Doch als Nachrichtensprecherin saß kein Mensch, sondern eine charmant aussehende Anthro-Schäferhundin in einem bläulichem Anzug und mit schulterlangen, schwarzbraunem Haar.
„Guten Abend, hier sind die Nachrichten des Tages.
Wie es scheint haben Israelis und die Hamas nun miteinander Frieden geschlossen und bekündigen nun sogar regelrechte Bruderschaftsbekenntnisse. Eine zunächst unglaubliche Nachricht, bis man die Ironie hinter dem ganzen erfährt: Nach dem die UNO seit einer Woche Jerusalem als neutralen Sektor verkündet haben, der niemanden gehöre, also weder Israelis noch Palästinensern um so endlich die Streitfrage wem die Stadt gehöre zu beenden, haben sich nicht nur radikale Gruppen der beiden Parteien zusammengetan um die stationierten UN-Friedenstruppen aus der Stadt zu verjagen.
Es folgt nun ein Kommentar zu diesen Ereignissen von dem Doktor für menschliche Psychologie Dr. Gruben.“

Lena lehnte ihren Kopf gegen seine weiche Schulter , während er ihr irgendwie reflexartig einen Arm um die Schulter legte. Nach einer Weile sagte sie sanft
„Steffen...“
„Ja?“
„Ich will dir nochmal danken dass du mich heute aus den Händen von diesem... diesem...“ Sie stockte kurz, fuhr dann aber fort. „... Kerl gerettet hast...“
„Kein Problem, dass...“
„... war nicht selbstverständlich. Ich hätte glaub ich nicht so mutig gehandelt, selbst wenn ich auch so ein Wolfsmensch wie du gewesen wäre. Solche Taten haben wirklich nichts mit Rasse oder sonstigen solchen Schwachsinn zu tun.“

Steffen sah ihr in die Augen, die ihm klar sagten dass sie ihre ehrliche Meinung sagte. Er sah, nein spürte auch dass sie noch etwas sagen oder machen wollte, sich aber noch nicht...
„Also noch einmal: vielen, vielen Dank!“, flüsterte sie mit einem warmen Lächeln und ihr Mund näherte sich zwar etwas unsicher, aber verdächtig den seinem...
Wollte sie etwa...?, fragte sich der Wolf verwirrt, doch plötzlich schien Lena der Mut verlassen zu haben und sie hielt einige Zentimeter vor seinem Maul inne. Verunsichert, weil sie sich gerade eine blöße gegeben hatte, drückte sie ihren Kopf gegen seine Brust und umarmte ihn, genauso wie in der Bar...

Und genauso wie in der Bar erwiderte Steffen ihre Umarmung überglücklich, spürte sie sich durch diese Geste gegenseitig vertrauten, die Nähe des anderen einfach genossen und vielleicht sogar ein wenig mehr...
Wieder versank ihr Gesicht ein wenig in seinem weißen Brustfell und er konnte deutlich ihre Zufrieden- und Geborgenheit spüren...
Sie wollten beide nicht die friedliche Ruhe stören, wagten es nicht diesen herrlichen Moment wieder unterbrechen zu müssen... Still hielten sie sich fest...
Langsam löste sich Steffen’s Pfote von ihrem Rücken und tastete nach der Fernbedienung um den Fernseher auszuschalten.

Es dauerte nicht lange, bis zuerst Lena und schlussendlich auch Steffen, eingeschlafen waren, in ihrer gegenseitigen stillen Umarmung geborgen...
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1.   Sie wurden von ein paar fragwürdigen Personen wachgeklingelt.

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