(ein kapitel von terralux ...
http://terralux.deviantart.com/ ... , vielen dank!)
Es war doch ein Traum, oder? Es hatte sich alles so real angefühlt! Ängstlich öffnete Susan die Augen und sah auf sich herab.
Der Alptraum blieb ein Traum, sie war noch in ihren eigenen Körper fühlte sich aber etwas durch den Wind. Ihr Herz raste noch wild, wie der Flügelschlag eines kleinen Vogels vom Traum.
„Den Tee werde ich wohl besser nicht mehr trinken.“, stellte sie in Gedanken fest. Andererseits, sie musste zugeben, dass es auf eine bestimmte Art auch ein interessanter Rausch gewesen war. Vielleicht kam der Traum ja auch nur vom Fernseher, immerhin soll man ja nicht vor dem Fernseher schlafen.
Sie streckte sich ein wenig und entschloss den Tee gut weg zu stellen, vielleicht wäre er ja noch einmal für etwas nützlich. Sie ging langsam in die Küche, immer noch beschäftigt mit dem seltsamen Traum und auch auf diesem Weg mit der alten Frau. Eigentlich hatte sie überhaupt nicht seltsam ausgesehen, nur etwas wirr, aber das war bei alten Damen ja normal. Sie nahm die Schachtel mit dem restlichen Tee und ging in ihr Zimmer.
Gedankenverloren suchte sie nach einer passenden Stelle. Die Vitrine schien kein passender Ort zu sein, aber die Borte mit den Büchern, dort wäre noch ein Platz frei und hinter den Büchern würde die Schachtel auch nicht weiter auffallen. Sie öffnete den Schrank und bemerkte dabei, dass irgendetwas mit ihrem Zeigefinger nicht stimmte. Er war genau so lang, wie der Mittelfinger. Aber das konnte ja auch Einbildung sein, es war ihr nur vorher nie aufgefallen. „Alles nur Panikmache.“, beruhigte sie sich selbst etwas unsicher.
Sie erinnerte sich wieder an die Voliere mit den Vögeln.
Eigentlich war es das Letzte, was sie im Moment brauchte, aber ein paar speziellere Arten brauchten nun mal spezielle Pflege und Fehler würden sie nicht verzeihen. Sie ging mit einem gemischten Gefühl nach unten. Die seltsame Oma und wie sie mit einer Handbewegung eine helleFeder in eine Tasche gleiten ließ kam ihr immer wieder in den Kopf. Es war keine besondere Handbewegung gewesen, es war, als sei es das natürlichste der Welt gewesen, sie war ja auch eine alte Frau. Susan selbst hatte in dem Moment viel mehr auf das Entschuldigen und die Einkäufe geachtet.
Etwas abwesend ging sie zur Haustür und steckte eine Hand in ihre Tasche, wo sie