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Wednesday
February 15, 2012
3:17pm EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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This item has no ratings.
Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: Ihr entfuhr ein kurzer Schrei weil sie wieder ein Feder an ihr hängen spührte... | Go Back

  Chapter 9: Erinnerungen und Veränderungen...   (ID #511849)
    an addition by: yarrek  More by this author

(wieder ein kapitel von terralux)

Sie fühlte mit ihrer Hand, die sie bequem unter ihren Kopf gelegt hatte, eine Feder. Erschrocken zupfte sie kurz heftig daran. Sie spürte einen kurzen Schmerz und setzte sich ruckartig auf, wobei der Vogel auf ihrem Bauch einmal kurz verärgert zwitscherte und auf den nächsten Ast flog. Susan allerdings war das völlig egal, beinahe entsetzt betrachtete sie die Feder. Sie hatte eigentlich erwartet schreien zu müssen, aber das war wohl nur ein Klischee aus schlechten Filmen.

Wie war die Feder in ihre Haare gekommen, und viel wichtiger, warum klebte Blut an ihr? Vorsichtig fühlte sie zu der stelle, wo sie den Schmerz gespürt hatte und fand einen kleinen, herausstehenden Krater, aus dem etwas feuchtes Blut lief. Geschockt betrachtete sie das Blut an ihrem Finger, dann das an der Feder, die zugegeben nicht allzu groß war, aber hatte sie tatsächlich an ihrem Kopf gesteckt?
„Vielleicht hatte sie sich ja verfangen und beim herausziehen sind zwei Haare mit heraus gerissen.“, versuchte sie sich zu beruhigen, ohne damit so recht erfolgreich zu sein.
Beinahe in völliger Starre legte sie sich wieder hin und betrachtete die schwarz glänzende Feder.

Sie konnte fühlen, wie ihr etwas schlecht wurde, bei dem Gedanken, was sie so alles an sich beobachtet hatte… „Waren das alles nur Wahnvorstellungen von dem schlechten Traum?“, fragte sie sich. „Oder kommt da noch mehr auf sich zu?“
Ihr ganzes Leben hatte sie mit Vögeln in der nähe gelebt, als kleines Kind schon hatte sie sie gefüttert und beobachtet, was ihr immer ein Gefühl der Freiheit, aber auch des Neides brachte. Hin und wieder hatte sie sich gefragt, ob sich die Vögel nicht nach der Freiheit außerhalb der Voliere sehnten. Sie hatte sich mehr als einmal ertappt, wie sie daran gedacht hatte selbst einmal so frei zu sein und die Aufregung bei einem Flug zu spüren. Mehr als einmal hatte sie eine Feder in den Haaren gehabt und allzu ruppig daran gezogen. Als kleines Kind hatte sie gar eine ganze Sammlung solcher Federn gehabt und jetzt schien sie den Verstand ob einer Feder und eines seltsamen Traumes zu verlieren?

Sie entschloss sich erst einmal in Ruhe ab zu warten, während ein paar Szenen aus ihrer Kindheit vor ihrem inneren Auge abliefen.
Zwei Spatzen, die sie einmal gesund gepflegt hatte. Ein kleines Gelege einer Amsel, die ihr Nest verlassen hatte, das sie gerettet hatte und nicht zu vergessen, den Kolkraben, den sie nicht hatte helfen können. Die Geschichte stimmte sie immer wieder traurig. Früher, etwa mit 12 Jahren hatte sie einen verletzten Kolkraben gefunden. Er war gegen ein Auto geflogen und sie hatte ihn so verletzt gefunden. Vorsichtig hatte sie ihn hoch gehoben und ist mit ihm zum nächsten Tierarzt gerannt. Ohne unterlass hatte sie versucht ihn zu beruhigen und gut zu zu sprechen, damit er nicht starb, aber leider hatte er etwa zwei Straßen vor der Praxis die Augen geschlossen. Für immer.
Später hatte sie mit ihrem Vater ein Gespräch darüber. Er hatte sie getröstet, dass der Rabe wohl keine bessere Gesellschaft zum Tode gehabt haben könnte als Susan. Später hatten sie ihn gemeinsam bestattet, aber nicht in der Erde. Susan hatte sich stark dagegen gewehrt ihn zu verbuddeln, er sollte in Freiheit bleiben. Also hatte der Vater einen kleinen Sarg aus Karton gebaut und sie hatten den Raben gemeinsam verbrannt. Susan war nicht eher gegangen, bis sie sich sicher war, dass der Rabe nun weg war, bis dahin hatte sie unentwegt in die Flammen gestarrt, manchmal auch in den Rauch und den Himmel.

Noch heute brachte sie die Geschichte den Tränen nahe, auch wenn sie sich jetzt fragte, warum sie nie so ein Theater bei den anderen Vögeln gemacht hatte. Es waren schon häufiger Vögel gestorben, nicht selten waren es auch welche, die sie sehr gemocht hatte, aber bei keinen von ihnen war sie so sehr aufgebracht gewesen, wie bei dem fremden Kolkraben.

Sie öffnete die Augen wieder. Ihr Magen teilte ihr mit, dass sie wohl Hunger hatte. Ihr Geschmack ging nach etwas Körnigem, was sie etwas verwirrte, schließlich war es Mittag. Sie ignorierte das Gefühl, dass der Tee vielleicht doch etwas begonnen hatte, das sie vielleicht gar nicht so unbedingt gewollt hatte und ging in die Küche.
Sie suchte sich ein paar Sonnenblumenkerne zur Vorspeise, wobei sie beim heraussuchen bemerkte, …
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