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Wednesday
February 15, 2012
10:59am EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: ihm zu schreiben, das war sie ihm schuldig! | Go Back

  Chapter 14: Ein Chat mit Folgen   (ID #511854)
    an addition by: yarrek  More by this author

Etwas nervös öffnete Susan das Message-Fenster, auf dem Nain’s Nachricht stand.
„Hey ho mein Spätzchen ;)
Hab mir vorhin was von deinem Tee aufgebrüht und getrunken, also wirklich, der schmeckt fantastisch! Der hat mich so entspannt dass ich danach eingeschlafen bin, hab dann aber einen sehr seltsamen Traum gehabt... Von wem hast du denn dieses Teufelszeug her?“

Sollte sie ihm wirklich die Wahrheit sagen? Andererseits, Nain war ihr Geliebter und er hatte es einfach verdient die Wahrheit zu erfahren.
Was er sowieso früher oder später herausfinden würde.
Über einen Chatroom war sowas allerdings ziemlich schwer, stellte Susan heraus als sie sich die Antwort überlegte. Sie begann ihm eine Nachricht zu schreiben in dem sie von dem rätselhaften Zusammenstoß mit der unbekannten Frau berichtete. Dann wie Susan daheim den Tee aufgekocht hatte, da sonst kein anderer im Haus gewesen war, dieser dann ,wie bei Nain, herrlich geschmeckt hatte, allerdings die Vögel um den Tee sich seltsam verhalten hatten.
Sie schilderte auch den entsetzlichen Alptraum und wie sich die Vögel im Haus sich danach ihr gegenüber verhielten.
Von ihren Veränderungen wollte Susan erst erzählen wenn er eine Antwort geschickt hatte...
Ein „Di-Dun“ aus den Laptop Lautsprechern folgtem seiner Nachricht.

„Hm... Ich hatte auch so einen Traum... Ich wollt zuerst dir nicht davon schreiben da ich gedacht hab du würdest mich für irre halten ;)
Das mit den Vögeln kann ich nicht sagen, bei uns sind ja nicht sehr viele^^ Aber warum hast du der Frau einfach blind vertraut und den Tee getrunken? Da ist wahrscheinlich weis Gott alles drin!“
Ihre Antwort kam sehr schnell.
„Naja... ich war neugierig... und ich wollte tee...“
„*lol* hätt ich mir ja denken können das mein spätzchen wegen eines tee’s jedes risiko eingeht :D“
Susan sammelte noch einmal ihre Gedanken. Wie sollte sie ihm nun von den Federn erzählen?
„Das mit dem traum ist noch nicht alles... Es klingt verrückt aber“
Sie hielt kurz inne, tippte dann aber wieder weiter
„aber... halt mich nicht für wahnsinnig, aber ich glaub ich verwandel mich in einen vogel... mir wachsen am körper schwarzblaue federn, ich hab heute mittag zwölf rohe eiher ausgeschlürft weil die mir am leckersten vorkamen und ich hab eine neue schwäche für sonnenblumenkernen...
Die vögel im haus verhalten sich so als wäre ich einer von ihnen....ich weis nicht wie ichs hier beschreiben soll....“

Susan schaute gespannt auf den Bildschirm. Jetzt hatte sie es gesagt, jetzt wusste er es, würde er nun ihr glauben? Wenn er schon selbst ein paar Veränderungen erlebt hatte, würde er dann die Frage nach dem warum stellen, warum sie, seine Geliebte, ihn mit ins Verderben gezogen hatte? Susan musste so lange auf die Antwort warten, dass sie schon glaubte er hätte mit einem müden Lächeln ihre Unterhaltung verlassen. Doch da ertöhnte wieder das bekannte „Di-Dun“ aus den Lautsprechern. Gespannt las sie seine Message.

„Susan, ganz in deinem Ernst, das was du jetzt getippt hast, meinst du das ernst, ist das wirklich kein scherz, kein schlechter witz und kein experiment mit drogen oder ähnlichem?“
Etwas traurig schrieb sie nur ein Wort
„Ja“
Wieder musste sie warten. Dann kam die Antwort.

„ich fahr jetzt schnell zu dir, wir müssen ein paar sachen klären und ein messanger is nicht gerade geeignet dafür...“
Und offline war er.

Susan wusste nicht was sie davon halten sollte. Sie fühlte sich jetzt um einiges nervöser, war aber auch glücklich dass Nain jetzt zu ihr kommen wollte. Er hatte recht, ein Massager war wirklich nicht dafür geeignet so etwas zu bereden. Doch sie würde ihm ins Gesicht sagen müssen warum sie ihn mit in diesen Schlamassel hineingezogen hatte. Susan wusste nicht was sie ihm sagen sollte.
Ich hab dich vergiftet, weil ich nicht alleine als Vogel-Ding leben wollte? Weil in diesem verdammten Idyll sonst nie etwas passiert? Weil du Vögel magst?
Weil wir uns lieben?

Sie schüttelte den Kopf, ihr und seufzte laut. Ihr würde schon etwas einfallen bis er da war. Ein sachter Wind begann durch den Garten zu wehen und strich dabei sanft über ihre lange Feder am Arm. Susan fühlte genau aus welcher Richtung der Wind blies, er kitzelte ihre Feder, so als wollte er sie von ihrern ganzen Sorgen hinwegtrösten.
Sie schloss die Augen, sah gen Himmel und genoss in vollen Zügen dieses schöne ,beruhigende Gefühl. Vielleicht stand es doch nicht so schlecht um sie, wie Susan dachte. Es gab so viele interessante und Wunderbare Dinge zu entdecken, es passierte etwas gravierendes in ihrem Leben, sie würde diesem gottverdammten Idyll entkommen!

Susan würde Nain schon zeigen wie schön es als... äh... Sie hielt in ihren Gedanken inne. Ja, wie sollte sie sie sich den selber nennen? „Vogel-Ding“ zumindest nicht.

Der Wind legte sich und ein paar kleine Wolken verdeckten die Sonne. Doch die Holzbank hatte sich aufgeheizt und spendete Susan wohlige Wärme. Ein „Krooah!“ hohlte die Jugendliche aus ihren Gedanken wieder in die reale Welt zurück. Der kleine eigentlich kranke Blauara aus der Voliere hockte putzmunter auf ihrem Bein, sah ihr direkt ins Gesicht und krächzte erneut „Krooah!“. Susan sah den Vogel verdutzt an. Wie war der aus der Voliere hinausgelangt? Sie hatte doch nicht vergessen die Käfige dicht zu machen, oder?

„Na du, wie bist du den hier raus gekommen?“ fragte sie übertrieben freundlich. Susan wusste der Vogel würde sie nicht verstehen (und sie ihn nicht) aber wer hat den nicht in seinem Leben zu einem Ara einmal „Sag mal: Polly will einen Kräcker!“ gesagt wenn er einen gesehen hatte, selbst wenn man wusste das er es nicht tun würde?

Der Blauara sah sie mit seinen Augen an und krächzte sein „Krooah!“, breitete seinen rechten Flügel aus und deutete auf die offene Tür zum Wohnzimmer. Dann kratzte er sich mit seinem Schnabel unter dem Flügel.
Moment, hatte er ihr wirklich gezeigt woher er gekommen ist, oder wollte er sich nur unterm Flügel kratzen? Großer Gott, kann ich jetzt auch mit Vögel sprechen?!, fragte sich Susan in Gedanken und sagte dann zum Blauara: „Hey, wenn du mich verstehst dann... dann krächz zweimal!“ Der Vogel kippte seinen Schädel schief und sah sie fragend an. „Krooah!“
Ach, das war dann nur Einbildung gewesen...
Mehr Wolken zogen auf, die Holzbank hatte ihre Wärme an Susan abgegeben und ein etwas kühler Wind wehte durch Susan’s Armfedern und über ihre Brustfedern. Zeit in innere zu gehen, dachte sie etwas traurig darüber das anscheinend der schöne Frühlingstag etwas kühler werden würde.

Sie schaltete den Laptop aus, packte den Vogel sanft mit ihrer rechten um ihn ins Voliere zurück zu bringen, wollte gerade aufstehen als sie ein plötzliches schmerzhaftes Stechen in der Steißbeingegend fühlte. Susan setzte sicht wieder mit einem stöhnen auf die Bank, lies den Ara los (der mit empörtem krächzen wieder auf ihrem Schoß landete) und langte sich ans Steißbein.

Etwas stimmte nicht. Das Steißbein ragte zu weit nach ausen! Es drückte ziemlich stark gegen ihre Jeans, als wäre das Steißbein gewachsen! Doch Federn konnte sie um ihm herum nicht spüren.
Zu allem Überfluss...
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1.   ... klingelte Nain an der Haustür.

2.   ... war das erst der Anfang... *

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