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Wednesday
February 15, 2012
11:16am EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: ...komm bald wieder, ich brauche deine Hilfe beim Tarnen… | Go Back

  Chapter 18: Flucht vor einem Freund   (ID #511858)
    an addition by: yarrek  More by this author

„Aber komm bitte bald wieder, damit du mir beim verstecken meiner Federn helfen kannst... Ein Zweiter erkennt besser wo man die Federn noch sehen kann.“ Nain lächelte verständnisvoll, küsste sie noch einmal auf den Mund und wollte gerade gehen, als Susan ihm ironisch hinterher sagte „Und stürz dich nicht in den nächsten Bach wenn du eine Forelle siehst.“
Er grinste verwegen zurück und antwortete „Ich glaub, ich werde zu Hause gleich mal ein Stück rohen Fisch probieren. Wer weis, vielleicht schmeckt das Zeug ja gar nicht so schlecht wenn man es roh isst?“.

Susan musste beim Gedanken, wie Nain heißhungrig in einen Bach sprang und in eine zappelnde Forelle biss, lachen. Sie küssten sich noch einmal und er verlies dann das Haus mit einem „Bis später!“

Susan seufzte.
Sie konnte sich wirklich glücklich schätzen einen Freund und Liebsten wie ihn zu haben. Doch ihr war etwas aufgefallen als sie sich gemeinsam auf der Bank gekuschelt hatten: Die Federn an seinem Bauch hatten eine strahlend weiße Farbe gehabt und die die sie ihm noch schnell aus dem Kopf gezogen hatte war zwar ebenfalls weiß, aber die Spitze war deutlich dunkelbraun gewesen. Beide waren nicht schwarzblau wie ihre.


In welche Vogelart verwandelte er sich also?
Es gab unzählig viele Vögel mit weißen Bauchfedern, sie müsste also warten wie bei ihm die Veränderungen sich entwickeln würden. Wieder war dieses kribbelnde Gefühl der Aufregung da. Susan konnte es kaum erwarten zu sehen in was er sich verwandelte.

Sie ging in den Flur, in dem ein mannsgroßer Spiegel hing und stellte sich vor ihm. Wie sollte sie es anstellen das niemand heute Abend zu viel ihrer Federn sehen konnte? Zuerst einmal betrachtete sich Susan so wie sie jetzt gekleidet war im Spiegel. Ihre lange Feder am Arm konnte man deutlich erkennen, aber ihr war klar das die zusammen mit dem Steißbein das größte Problem darstellen würden.

Ihren Federbusch auf der Brust konnte man inzwischen schon ohne Probleme durch den Ausschnitt sehen. In Ordnung, dann musste sie eben so etwas wie einen Pullover anziehen. Die schwarze Haare konnte Susan einfach mit Haare färben erklären. Sie drehte sich so, dass sie ihr Steißbein im Spiegel sehen konnte.

Nain hatte mit seinem „Man sieht es nur wenn man deutlich hinsieht“ etwas untertrieben. Jeder der einen mehr als nur flüchtigen Blick auf ihren Hinter werfen würde, würde deutlich erkennen das irgendetwas von dem inneren der Hose nach außen drückte. Aber wie sollte Susan ihren Steiß verstecken? Hm...
Einen so großen Pullover hatte sie nicht, außerdem würde Sharon fragen warum sie im „Gangsterlook“ herumlief...
Ihr Blick schweifte Gedankenversunken den Flur entlang. Dann sah Susan ihren Rucksack mit den Schulsachen, der in einer Ecke lag und ihr kam ein Gedanke. Nie hob ihn auf, schulterte ihn und ging wieder zum Spiegel. Der Rucksack hing genau in der Höhe wo ihr verlängertes Steißbein war und verdeckte es somit perfekt. Susan stellte ihn wieder vor dem Spiegel ab. Sie würde ein paar Klamotten einpacken und sagen das sie nach dem Kino bei Nain übernachten wollte. Perfekt, zwei von drei Problemen gelöst!
Sie betrachtete wieder nachdenklich ihre Armfeder. Rausrupfen oder gar abschneiden kamen nicht in Frage. Sie könnte sie wieder zu einer Spirale Richtung Schulter um ihren Arm wickeln, aber auch das war sehr unangenehm. Naja, aber so könnte sie dann im Ärmel ihres Pullovers die Feder verstecken.

Na gut, dann eben so, dachte Susan und ging wieder in den Garten um den Laptop wieder in ihr Zimmer zurück zu bringen. Draußen sah sie noch einmal zum Himmel. Die Sonne schien immer noch, doch der Wind war merklich kühler geworden und am Horizont konnte man ein paar dicke schwere Wolken erkennen. Bis heute Abend wäre das Wetter so schlecht geworden, das Susan getrost einen Pullover anziehen konnte ohne gefragt zu werden warum sie bei einem „so schönen Wetter“ einen dicken Pulli anhat. Zufrieden nahm sie den Laptop und ging in ihr Zimmer, wo sie ihn auf dem Schreibtisch abstellte. Danach kramte Susan eine Weile in ihrem Kleiderschrank bis sie endlich fand wonach sie suchte.

In den Händen hielt sie einen Cappuccino-braunen Strickpulli der ein schickes Muster um die Brust herum hatte. Sie mochte ihn, selbst wenn er zu dünn für den Winter und zu dick für den Frühling war. Probeweise rollte sie ihre Armfeder wieder Richtung Schulter auf und zog den Pulli an. Es war ein komplizierte Arbeit den Ärmel über die Feder zu kriegen und das auch noch nur mit einem Hand, da sie mit der anderen die Feder am Arm fixieren musste. Aber Nach ein paar Minuten hatte Susan es geschafft, und ging zum Spiegel im Flur. Sie spührte zwar ein unangehmes starkes ziehen am Arm und Federn, doch wenigstens konnte man diese nicht sehen. Susan betrachtete sich genau im Spiegel. Sie war vielleicht nicht am modischsten angezogen mit dem Pullover wie sonst, aber er verhüllte perfekt die verräterischen Federn an Brust und Arm.
Zufrieden ging Susan durch das Haus und kümmerte sich um die Vögel, beruhigt das sie das „Tarnungsproblem“ gelöhst hatte.

Nain fuhr mit seinem Fahrrad durch den kleinen Wald, der zwischen Susan’s Haus und Maple Valley stand und dachte über Susan und ihrer beider jetzigen Situation nach. So viele Probleme erwartetem sie beide, doch auch viel Aufregendes. Doch wie sollten sie ihren Familien und Freunden zeigen was mit ihnen geschah? Wie würden diese darauf reagieren?

Nain musste grinsen bei dem Gedanken wie Victor und Sheran reagieren würden. Viktor würde sie beide ungläubig angaffen, sich beruhigen und dann ein paar Fotos schießen damit er sie ins Internet stellen konnte. Sheran, Susans Freundin die eine unheimliche Vogelphobie hatte, würde wahrscheinlich nur laut kreischen und in Ohnmacht fallen, aus lauter Angst die beiden würden sich auf sie stürzen und sie auffressen...

Nain mochte sie nicht besonders, daher wäre es ihm egal ob sie ohnmächtig am Boden lag oder nicht. Na gut, das war jetzt etwas zu hart ausgedrückt, dachte er und fuhr über eine kleine Holzbrücke die über einen kleinen seichten Fluss führte. Dann hielt er plötzlich an.

Nain wusste nicht warum er angehalten hatte, doch jetzt zwang etwas seinen Blick auf den Fluss und er sah die Schemen von ein paar kleinen Fischen, die ganz nah an einem der Holzpfeiler vor sich her schwammen. Sein Magen grollte hungrig auf als er die kleinen Leckerbissen sah.
Nain stieg hastig von seinem Fahrrad ab, lehnte es gegen das Geländer der Holzbrücke und kletterte auf dieses. Gebannt sah er auf die Fische, beobachtete ihre Bewegungen und suchte sich den größten aus. Er schätzte wie er mit seinen Krallen aufkommen müsste um ihn richtig zu packen... Dann stürzte Nain sich vom Geländer in den Fischschwarm, seinen rechten Fuß auf sein Ziel gerichtet. Er sank bis zum Knie ins Wasser, doch mit seinem Schuh presste er den Fisch gegen den Flussboden, stark genug damit seine Beute nicht entkommen konnte. Nain tauchte seinen Kopf unter Wasser, packte den Fisch mit seinen Zähnen, tauchte wieder auf und schluckte stolz und befriedigt ihn hinunter in seinen Magen. Der Fisch schmeckte köstlich, so frisch und so würzig...
Da er noch lebte, zappelte das Tier in seinem Magen panisch, was er allerdings nur als angenehmes Kitzeln in seinem Bauch spürte.

All das geschah in so wenigen Augenblicken, dass Nain sich erst jetzt fragte, was zur Hölle er eigentlich gerade gemacht hatte. Verwirrt stand er im knietiefen Wasser und versuchte zu begreifen was jetzt gerade geschehen war. Warum hatte er geglaubt Klauen zu haben, anstatt Füße? Er hatte doch noch Füße, oder? ODER?
Nain watete zurück an Land und zog sein rechtes Hosenbein bis zum Knie hoch und betrachtete interessiert und beunruhigt sein Schienbein.

Sein komplettes Schienbein und die Wade sahen aus wie die eines Vogels. Sie waren grau-blau geschuppt und plötzlich spürte Nain ein schmerzvollen Knacken in beiden Füßen und er fiel schmerzerfüllt zu Boden. Doch so plötzlich es begonnen hatte, hörte es auch wieder auf.
Seine Schuhe schienen ihm plötzlich viel zu eng zu sein worauf er sie schleunigst auszog. Es war etwas schmerzvoll, doch als Nain seine Füße befreit hatte und sie sah, verschlug es ihm den Atem. Seine Zehen war zu drei Klauen zusammengewachsen und aus dem Fersenbein wuchs noch eine weitere! Bei genauerem hinsehen stellte er fest, dass das nicht ganz stimmte. Die Klauen waren noch zu kurz und ihre Haut noch „zu menschlich“. Die Krallen waren ebenfalls noch zu klein, dennoch konnte man jetzt schon erkennen das sie wie ein Halbkreis geformt waren.

Der Fisch in seinem Magen hatte aufgehört zu zappeln, und das riss Nain aus seiner Starre heraus. Großer Gott, was passiert hier?!, fragte er sich panisch in Gedanken. Na was wohl, schalt er sich daraufhin selber, Du verwandelst dich in einen Vogel-Mensch-Mix! Was hast du erwartet, das du über Nacht einfach so zum Vogel mutierst?

Nain beruhigte sich wieder, doch da! Sein Kopf ruckte in die Richtung in der das andere Ufer lag. Hatte er nicht von dort ein Geräusch gehöhrt? Da schon wieder! Das war wirklich kein Moment um jemanden zu begegnen befand Nain, packte seine Schuhe und hastete ins nahe Gebüsch des Waldes. Er stolperte mehr als das er lief, er musste sich erst an seine neuen Füße gewöhnen, doch Nain erreichte gerade noch rechtzeitig einen hohen breiten Busch, hinter dem er sich versteckte und durch den er den Verursacher des Geräusches sah.

Es war Victor, der gerade schnaufend die Holzbrücke erreichte. Offensichtlich war er eine ganze Weile lang gejoggt. Nachdem er genug Luft geschnappt hatte, sah er Nain’s Fahrrad, sein Blick erhellte sich und sein Blick wanderte suchend von links nach rechts.
Was macht er hier?, fragte sich Nain. Ist er mir gefolgt? Hat er doch gesehen das die Feder an Susans Arm festgewachsen war? Oder hat er ein paar Federn an mir gesehen?

Jetzt begann Victor das Ufer entlang zu laufen. Er suchte ihn. Na gut, Nain würde sich auch etwas wundern, wenn Victors Fahrrad mitten im Wald stand und der Besitzer nicht in der Nähe war, vielleicht war ihm ja was passiert?
Oder wollte Victor ein paar Antworten von ihm wissen, bezüglich von ein paar Federn die er an Nain oder Susan gesehen hatte?
Nain legte sich auf den Boden um besser hinter dem Busch getarnt zu sein. Jetzt war wirklich nicht der Moment, um seinem russischem Freund zu erklären was mit Susan und ihm selbst passierte. Jetzt war Victor am anderen Ufer und suchte auch dieses ab. Nain kroch vorsichtig von ihm weg, damit sein Freund ihn nicht fand. Jetzt stand sein russischer Freund ganz nahe...
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1.   Victor fand ihn (zum Glück?) nicht. *

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