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Wednesday
February 15, 2012
11:19am EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: Victor entdeckte ihn zwischen den Gebüschen! | Go Back

  Chapter 19: Es lebe die Naivität!   (ID #511859)
    an addition by: yarrek  More by this author

(ein weiteres Kapitel von terralux)

Victor kam immer näher und Nain wusste, dass Victor ihn finden würde. Er hatte Angst vor den Fragen. Es war zu früh er hatte keine Ahnung, was er sagen sollte, er hatte sich nichts zurecht gelegt. Panisch dachte er nach, bis ihm endlich eine Idee kam. Vorsichtig stellte er sich hin, sodass ein Busch zwischen ihm und Victor war.
Victor bemerkte das und kam grinsend näher.

„Gefunden!“, rief er „Sind wir nicht schon zu alt für Versteckspielchen, Nain?“
„Wer sagt, dass ich mich verstecke? Ich hab mich schon die ganze Zeit gefragt, was du da auf dem Boden rum kriechst, sah mir fast so aus, als seiest du ein Hund.“, entgegnete er grinsend.
„Ach klar doch, soll ich dir die Zeitung apportieren, oder deine Schuhe?“
Leicht aus der Fassung stellte er einen Fuß auf seine Schuhe, um sich zu vergewissern, dass sie noch da waren.
„Dann zieh sie mir doch erstmal aus.“, lächelte er. „Warte, komm nicht rüber!“
„Warum denn nicht?“, wollte Victor wissen, während er schon fast halb darum gegangen war.
„Rate mal warum ich hier stehe? Ich pisse!“, lächelte Nain.
„Was so lange?“
„Scheiße, daran hab ich nicht gedacht!“, schoss es ihm durch den Kopf.
„Zu viel Tee bei Susan…“ meinte er achselzuckend.
„Ah, klar.“, meinte Victor, als sei damit alles geklärt.
„Gott segne die Naivität…“, Nain sah ein Licht am Horizont.
„Also, ich glaube du bist beim joggen aus dem Takt gekommen und wirst zu Haus erwartet, bist ja immer pünktlich, wie ne Atomuhr.“
„Genau, aber nur, wenn es Atome gibt, die in Slow Motion laufen.“, lachte Victor.
Nain grinste mit. Nicht, dass Victor immer unpünktlich war, aber seine Nase für Probleme ließ ihn auch hin und wieder zum Ungünstigsten Zeitpunkt auftauchen, oder wenn schon alles auf dem Weg der Besserung war.

Nain tat so, als würde er die Hose schließen.
„Weißt du, ich wollt noch kurz die Luft hier genießen und den Bach, wenn ich schon hier draußen bin.“
„Ach so, natürlich, du hoffst wieder auf deine Bachvögel, richtig?“
„Genau, wir sehen uns dann nachher im Kino, ja?“, Nain hoffte, dass das Thema damit gegessen war.
„Hm, ok, wenn noch was ist kannst du mich jederzeit anrufen, du weißt ja.“, er zwinkerte Nain verschwörerisch zu.
Nain hatte zwar keine Ahnung, was er ansprach, aber es war ihm auch vollkommen egal. Lächelnd sagte er „Danke“ und hoffte Victor würde weiter gehen, wofür er demonstrativ in den Bach sah. Er entdeckte auf den ersten Blick wieder diese kleinen Fische und es fiel ihm schwer die Kontrolle zu behalten, aber er schaffte es.
Tatsächlich joggte Victor weiter und Nain seufzte einmal, was Victor dazu brachte sich noch mal um zu sehen, aber zum Glück sah er nichts Verdächtiges.

Nain war erleichtert. Unglaublich, dass Victor ihm das abgekauft hatte, denn er fand sich selbst nicht gerade überzeugend.
Gedankenverloren setzte er sich und betrachtete seine Füße. Drei Zehen… das fühlte sich seltsam an. Er bewegte sie ein wenig. Es schien nicht schwer damit etwas zu greifen, auch etwas glitschiges, wie einen Fisch. Voller Unbehagen dachte er an den kleinen Fisch, der so ein seltsames Ende gefunden hatte und dessen Zappeln in seinem Magen ihm noch sehr lebhaft in Erinnerung geblieben war.
Was wurde da nur aus ihm?

Er seufzte noch einmal, dann ging er zum Fahrrad, stellte die Schuhe auf den Gepäckträger.
„Ob ich so noch ordentlich Fahrrad fahren kann?“, dachte er und stieg auf.
Tatsächlich umgriff er die Pedale ein wenig mit seinen veränderten Füßen und strampelte, damit er Fahrt aufnahm und nicht umkippte. Er konnte von Glück reden, dass er durch kaum bewohntes Gebiet musste. Mit dem Auto war er zu solchen Uhrzeiten schon öfter in den Feierabendverkehr gekommen. Leider war auch der in dem verschlafenen Nest kein Abenteuer, sondern schlicht langweilig.
Er fuhr durch die Dämmerung und kam schon recht bald an den Rand seiner Siedlung.
Jetzt musste er aufpassen, wenn er nicht entdeckt werden wollte. Es würde auffallen, wenn jemand barfuß durch die Siedlung fährt.
Sollte er…
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