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Wednesday
February 15, 2012
11:29am EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: „Mit unseren Freunden/ deinen Eltern/ meinen Eltern/ einem Arzt“ | Go Back

  Chapter 27: Eine fedrige Nacht   (ID #519387)
    an addition by: yarrek  More by this author

Victor zögerte seine Antwort etwas heraus in dem er langsam Luft einsog und sie eine Weile lang zweifelnd ansah, dann antwortete er beleidigt „Ich hab mich nur Sharon angerufen um zu sagen das alles in Ordnung ist. Sie hat ein paar Fragen gestellt drum hats länger gedauert, sie wollte hier her kommen, ich konnts ihr ausreden."
„Übrigens siehst das echt beeindruckend aus wenn du deine Federn so bedrohlich aufplustert...", fügte er mit einem schiefen Lächeln hinzu.
„Außerdem, wen hätte ich sonst anrufe sollen? Hast du Gedacht ich hätt bei 'nem Labor angerufen und gesagt 'Hey, meine beiden Freunde haben sich in Vogelwesen verwandelt, fahrt schnell her und bringt sie nach Area-51!' ?!"

Susan spürte wie sich ihre Federn weiter aufplusterten, wütend sah sie Victor an. Sie war jetzt wirklich nicht in Laune für irgendwelche Scherze, zornig funkelte sie ihn mit ihren Augen an. Erstaunt sah sie wie Victor plötzlich irgendwie... Angst vor ihr hatte. Sah sie so bedrohlich so?
Sie beruhigte sich wieder etwas, atmete noch einmal tief ein und sah dann in Victors Gesicht, doch seine Miene und seine stahl grauen Augen verrieten nichts. Er stand weiterhin, immer noch etwas eingeschüchtert, da. Susan hatte ein dumpfes Gefühl im Bauch, sie wusste nicht ob er die Wahrheit sagte oder nicht... Sharon würde sich sicher nicht einfach mit ein paar Wörtern wie „Schade", „Ja", und „Geht klar" zufrieden geben. Andererseits hatte sie ja nicht das ganze Telefonat mitbekommen. Victor hatte auch recht, wen hätte er sonst anrufen sollen? Er war Nain's und ihr Freund!
...hoffentlich...

Susan entschloss sich ihm zu glauben. Aber zwischen ihnen war eine kleine Kluft des Misstrauens aufgebrochen, das spürte sie. „'tschuldigung das ich dich so angefaucht hab... Und dass ich dir ein bisschen Angst eingejagt hab." Das letzte fügte sie mit einem schelmischen Lächeln hinzu. Victor nickte kurz.
„Entschuldigung angenommen. Du siehst wirklich unheimlich aus wenn du dich so aufplusterst... dazu dann noch dein spitzer Schnabel..." Es sollte wahrscheinlich versöhnlich klingen, aber das tat es nicht.

Plötzlich ertönte ein leises Krächzen aus dem Wohnzimmer. „Habt ihr beiden auch jetzt wieder vertragen?" - „Ja ich denke schon!" rief Susan und sah dabei Victor immer noch etwas misstrauisch an.
Es war seltsam mit dem Schnabel zu sprechen. Es schien, als würden ihre Stimmbänder die Hauptlaute formen, während sie ihre Zunge bewegte und verrenkte so das sie als „Ersatzlippe" diente. Es war seltsam, ja, aber es funktionierte einwandfrei und Susan war darüber unheimlich froh und erleichtert. Sie wollte es sich gar nicht vorstellen wie es wäre nur krächzend und vielen Gesten sich mit Victor und den anderen zu „unterhalten".

Gemeinsam gingen sie zu Nain, der mit dem Bauch auf dem Sofa lag und irgendeinen Film im Fernseher ansah. Als er bemerkte das sie in Wohnzimmer kamen sagte er „Irgendwie seltsam... ich kann nicht mehr auf dem Rücken liegen... fühlt sich total unangenehm an, und das liegt nicht an den Federn!"
Victor murmelte „Naja, ich kenne mich mit Vögeln nicht aus, aber ich hab noch keinen auf dem Rücken liegend gesehen... Außer er ist tot" - „Hm."
Susan half Nain sich aus zu ziehen, damit sie ihn auf irgendwelche Verletzungen untersuchen konnten, und weil er gesagt hatte, dass er in den Klamotten nicht mehr aushällt. Neugierig musterte Susan ihn: sein Bauch, die Beine, Brust und der Schambereich schienen sich komplett verwandelt zu haben, sie waren mit großen, hellweißen Federn bedeckt (seine gesamten Genetalien waren durch einen großen Busch aus weißen Federn bedeckt, so dass man sie nicht sehen konnte, weshalb er keine Scheu hatte „nackt" da zu stehen) und ab den Knien waren seine Beine zu richtigen Adlerbeinen geworden. Sein Rücken war schon mit großen Büscheln von dunkelbraunen großen Federn bedeckt. Die Spitzen der dunklen Federn waren am Rand wieder strahlend weiß.
An seinen Wangen wuchsen ebenfalls so gefärbte Federn. Was ihr aber am meisten auffiel war das an Nains langem Steißbein (oder seinem zukünftigen Bürzel) sehr lange Schwanzfedern zu wachsen begannen. Noch konnte man kein wirkliches Muster auf ihnen erkennen, sie schienen noch dunkel und unfertig.

„Du hast wirklich hübsche Federn, weist du?", sagte Susan etwas verlegen, um ein Gespräch zu starten und diese unerträgliche Stille endlich zu unterbrechen die gerade im Raum lag. Sie fühlte sich nicht wohl in diesem engen Raum... Aber warum fühlte sie sich hier so beengt? Das Wohnzimmer war das größte Zimmer im ganzen Haus (Mal von dem mit den Voliere's abgesehen)! Nain spürte ihr Unbehagen, ging jedoch nicht darauf ein.
„Danke, deine auch. Es ist irgendwie seltsam mit so einem Schnabel zu sprechen... Ich frag mich wie wir trinken sollen... oder küssen...".
Das letzte sagte er mit traurigem Blick und so leise, das Susan zuerst glaubte er hätte sonst nichts gesagt. Sie kitzelte ihm spielerisch über die Bauchfedern und sagte zuversichtlich
„Naja, wir werden trinken müssen wie Vögel, nicht? Und wegen dem Küssen wird uns schon was einfallen." Sein Blick (und auch irgendwie seine nur schlaff herunterhängenden Federn an seiner Wange) sagten ihr das er nicht wirklich überzeugt schien. Susan umarmte ihn und drückte ihre rechte Wange sacht gegen seine weiche gefiederte Brust, damit ihr Schnabel ihn nicht durchbohrte. „Hey, wir werden gemeinsam jedes Problem packen, deine Worte!"
Die Federn an seinen Wangen schienen sich je nach dem wie er sich fühlte auf und ab zu richten, auf zu plustern oder nicht. Ersetzten sie quasi das Lächeln mit einem Mund? Susan verstand es zumindest als solches...

Sie genoss das Gefühl wie sie durch ihren Schnabel seine Federn fühlte, seine Nähe, wie sie ihm trost spendete... Nain legte seine Arme um sie und seufzte glücklich „Gemeinsam packen wir jedes Problem... jedes Problem..."
Sie spürte wie er seinen Kopf auf ihren legte, vorsichtig um mit seiner Schnabelspitze sie nicht zu verletzen.
Trotz der späten Stunde flog ein kleiner Vogel durch den Raum, landete auf einer der Lehnen des Sofa's und betrachtete interessiert diese beide fremden Wesen, die sich da umarmten und halt spendeten. Ein kühler Wind blies durch ein offenes Fenster und zerzauste leicht die Federn von Nain und Susan, die dieses Gefühl genossen, während Victor in einem Sessel saß und laut vor sich hin schnarchte. Die beiden gingen nach hinaus in den Garten, setzten sich auf die Holzbank und sahen in den klaren Nachthimmel hinauf. Sie kuschelten sich aneinander wie sie es am Nachmittag getan hatten, und auch wie am Nachmittag vergaßen sie die Sorgen um sich herum. Nach einer Weile scherzte Nain krächzend „Es hat doch auch seine Vorteile komplett in Federn gehüllt zu sein: Nachts friert es einen nicht."

Er hatte recht, trotz der wenigen noch nicht bedeckten Stellen schützten ihre Federn sie vor der eigentlichen Kälte. Sie fühlte sich sogar angenehm an. Und dazu dann noch dieses unbeschreibliche Gefühl wenn ihre Federn sich gegenseitig berührten... Es war herrlich!
Susan spürte wie sich ihre Füße veränderten, auch sie schien nun Vogelbeine zu bekommen. Ab und zu gab es einen schmerzlichen Knack der sie aufstöhnen lies, doch Nain hielt ihr die Hand, streichelte durch ihr Haar und bot ihr somit halt, wofür sie ihm sehr dankbar war. Schmerzhaft verschmolzen die Zehen miteinander, während der große Zeh langsam seitlich entlang zur Verse wanderte, unterwegs sich in eine Kralle verwandelnd. Manchmal saß Susan keuchend da, nahe daran in Ohnmacht zu fallen, wenn Nain nicht dagewesen und ihr beruhigend durchs Haar gestrichen hätte. Seine Augen hatten sich verändert, sie waren jetzt nicht mehr gerötet, so das sie seine Pupillen genauer sehen konnte.
Die waren hellorange mit einem leichten Gelbstich... Wie bei einem noch nicht ganz ausgewachsenen Fischadler, schoss ihr durch den Kopf, dann zuckte ein weiterer peinvoller Schmerz durch ihr Bein. Gott, wie hatte Nain das nur aushalten können?!
„Armes Spätzchen...", krächzte er leise in ihr Ohr, das ebenfalls immer mehr und mehr an ihren Schädel „schmolz". „Ich werds schon überleben.", keuchte sie atemlos nach dem der Schmerz etwas verklungen war.
„Ich glaub an uns wachsen jetzt endlich die Flügel... Schau dir mal unsere Finger an!"
Sie tat es und war (wie er) erstaunt.

Der Ringfinger und der kleine Finger schienen sich etwas von den anderen Fingern ab zu spreizen und wuchsen jetzt beachtlich in Dicke und Länge. Susan hatte jetzt schon mehr als nur eine Armfedern, inzwischen waren es sicher schon an die fünfzehn Stück an beiden Armen, und oberhalb ihrer Ansätze schienen noch einmal lange Federn zu wachsen... Bei Nain waren es etwas weniger, doch wie bei seine Schwanzfedern schienen sie noch unfertig da man ein richtiges Muster noch nicht erkennen konnte...

Abermals überkam sie ein ein Gefühl der Eitelkeit als sie ihre langen schwarze Federn betrachtete. Träumerisch sahen die beiden zu den Sternen und träumten davon, wie es wohl wäre jetzt dort oben zu fliegen. Spielerisch lies Nain seinen noch nicht ganz fertigen Flügel durch den Nachtwind gleiten und spürte wie sich der Wind seine Flügelfedern entlang strich. Er fühlte wie Susan's Kopf langsam seine befiederte Brust entlang auf seinen Schoß glitt. Ihre regelmäßigen Atemstöße verrieten ihm das sie eingeschlafen war. Ab und zu zuckte sie noch etwas zusammen, da ihr Körper sich immer noch veränderte. Auch seine Lieder wurden immer schwerer, seine Gedanken versanken so langsam in einer angenehmen Dunkelheit. Die Sterne funkelten noch einmal zum Abschied, dann schlief er endlich ein...
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