Sign up now for a
Free Email Account &
your own Online
Writing Portfolio!
Username:
Password:  
Interactive Map
How you reached this chapter:
Share: |


Tell a Friend
Know someone who'd
like this page?

Email Address:

Optional Comment:

Who's Online?
Members: 370    
Guests: 371    

   
Total Online Now: 741    
Writing.Com Time

Wednesday
February 15, 2012
11:30am EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
by
This item has no ratings.
Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: ... nicht kannte (also Fremde, der Postbote, etc...) | Go Back

  Chapter 29: So sieht man sich wieder...   (ID #604806)
    an addition by: yarrek  More by this author

(ein etwas langes kapitel von terralux)

Er sah genau hin und konnte klar erkennen dass er das herankommende Auto nicht kannte.
Dennoch blieb er misstrauisch, ganz besonders, als das Auto bei dem Haus langsamer wurde und schließlich vor der Tür anhielt.
Es war schon ein seltsames Gefühl ohne weiteres den Kopf so unglaublich weit drehen zu können, aber er war eher beunruhigt. Denn obwohl er den Wagen kaum sehen konnte durch die größere Hecke, die den Garten umgab, so konnte er doch erkennen, dass aus der Fahrertür jemand mit einem langen, weißen Kittel ausstieg und einen silbernes Köfferchen abstellte... eins mit einem roten Kreuz darauf.
„Ein rotes Kreuz? Ein Arzt? Hat Victor?", jäh wurde Nains Gedankengang unterbrochen, als er die Türklingel hörte. „Das kann nicht sein, nein, doch nicht Victor, oder?"
Er hörte, wie es drinnen ein Geräusch gab, anscheinend stand Victor gerade auf.
„Er wird das sicher klären, er wird den Kerl ganz bestimmt abwimmeln, er wird... warum ist er überhaupt gekommen? Wer hat ihn herbestellt?", Nain wunderte sich, dass er nicht schwitzte vor Aufregung, aber dann fiel ihm sein neuer Körper ein... Vögel schwitzen nicht.

Ein klicken verriet ihm dass die Tür geöffnet wurde.
„Vielleicht sollte ich Susan wecken, wenn Victor ihn nicht abwimmeln kann..."
Es gab ein kurzes Wortgefecht an der Tür.
„Verdammt, er schafft es nicht..."
Vorsichtig weckte Nain Susan, die erst ein wenig schnarrte und sich dann langsam aufsetzte.
„Was ist denn los? Guten Morgen... Oh ...", jetzt bemerkte sie wieder, was geschehen war.
„Nain, guck nur, wie viele Federn ich habe!", rief sie aufgeregt. „Nein sind die schön!"
„Pschhhht!", machte Nain so gut es ging mit halben Krächzen.
„Was?", fragte Susan keinen Deut leiser.
„Psst.", machte Nain noch einmal und deutete mit einer Schwinge auf die Tür.
„Was soll da sein?", kommentierte Susan ein wenig leiser. „Achso, Victor, klar, pennt der immer noch?", fragte sie belustigt und setzte noch nach: „Na dem werde ich ein Rabelidchen trällern!"
Sie hub gerade an, als Nain ihren Schnabel mit einer Kralle packte und zusammendrückte.
Ganz eindringlich „Psschte" er noch einmal. „Da ist ein fremder bei Victor, ein Arzt oder so.", krächzte er so leise wie möglich. „Ich glaube Victor kann ihn nicht mehr aufhalten, er kommt."
Sie sahen sich einmal in ihre neuen Augen. Obwohl sie so anders waren, als ihre alten, menschlichen sprach dieser Blick doch die selben 1000 Worte, wie er es bei normalen Menschen getan hätte.
„Wollen wir versuchen zu fliegen?", fragte Susan, nachdem Nain seine Krallenhand von ihren Schnabel genommen hatte.
„Ich glaube uns bleibt keine andere Wahl, ich hätte nur gehofft, dass wir das in Ruhe testen könnten."
„Ich auch, aber ich glaube dazu haben wir keine Zeit..."
„Anscheinend...", meinte Nain mit einem schnellen Blick zurück zum Hausausgang in Richtung Garten, wo die Silhouette eines Mannes erschien.
„Verdammt, wir müssen los, jetzt!"
Ihnen stand nur eine mehr oder weniger waagerechte Fläche zur Verfügung... oder der kleine Abhang kurz vor ihnen, wo sie unten dornige Büsche erwarten würden.
„Alles oder nichts!", hauchte Susan und rannte mit ausgebreiteten Schwingen bergab in Richtung der Dornen, wobei sie anfing mit den Flügel zu schlagen.
Unerwarteter Weise hob sie fast sofort ab und machte einen riesigen Sprung in die Luft. Als würde sie nichts wiegen war sie im nächsten Moment schon fast auf der Höhe des Hauses. Erschrocken über dieses neue Gefühl ging sie in den Gleitflug über. Was war das nur, woher wusste sie, wie man das macht? Und warum hatte sie keine Höhenangst?
Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl so in der Luft zu schweben und den Wind in jeder Feder zu spüren, wie er so ohne Widerstand die Federn entlang fuhr Susan dabei ohne Probleme in der Luft hielt.
Sie steuerte mir ihrem Bürzel etwas und schaffte es die Richtung ein wenig zu ändern, sodass sie zu Nain sehen konnte.

Nain sah zu Susan herauf. Wie leichtfertig sie aufgestiegen war, als hätte sie in ihrem Leben nichts anderes gemacht. Es schien ihm fast eine herausfordernde Geste zu sein ihr zu folgen. Er musste es einfach wagen, ihr hinterher, oben waren sie wohl schneller in Sicherheit. Noch ein kurzer Blick zurück zeigte ihm, dass der Weißkittel mit seinem Koffer bereits in der Tür stand und die Augen weit offen hatte.
„Jetzt oder nie", schnarrte er zu sich selbst und rannte ebenfalls den Hügel hinunter, wobei er ein wenig mit den Schwingen schlug. Schließlich ließ er sich vorne über kippen und hoffte so genug Schwung zu bekommen, als das Flügelschlagen nicht ausreichen wollte. Tatsächlich schwebte er sehr knapp über den Boden dahin und nahm immer mehr Geschwindigkeit auf, kam aber nicht recht hoch vom Boden. Verzweifelt sah er sich auf die Dornen zu rasen. Er musste einfach nach oben kommen, irgendwie.
In Panik schlug er mit den Flügeln und bediente sich im letzten Moment reflexartig seines Bürzels, mit dem es ihm endlich gelang nach ob ab zu drehen. In seine Freude es doch noch geschafft zu haben mischte sich jähes Entsetzen, als er merkte, dass eine seiner Fänge in den Dornen hing.
In Überraschung und plötzlichen Schmerz schlug er noch zweimal so schnell wie möglich mit den Schwingen, konnte aber nichts ausrichten und landete kopfüber in den Dornen, wo er erst einmal liegen blieb.

Susan hatte jeden Schritt von Nains missglückten Start mit ansehen müssen und sah nun auch noch, dass der Mann im weißen Kittel schnellen Schrittes aufschloss. Hinter ihm war eine Gestalt, die ebenfalls eilig aufschloss. War es Victor? Susan war sich nicht sicher, aber sie musste sofort runter zu Nain. Er durfte dort doch nicht alleine mit diesem... wer auch immer es war ... bleiben.
Sie versuchte mit einigen Manövern ihre Höhe zu verringern, schaffte aber nur einige seltsam aussehende Kreise.
„Du musst die Flügel etwas zusammenfalten und eine Stelle etwas weiter Vorne anvisieren, folge mir einfach!", tönte eine Stimme hinter ihr und ein bunt roter Federball überholte sie.
Ein paar Meter weiter vor ihr nahm er ihre Geschwindigkeit an und segelte kurz, dann sagte er:
„Sie hin!"
Und der riesige Ara faltete die Schwingen etwas zusammen und nutzte den Bürzel, sodass er etwas nach vorne überkippte und der erde entgegen flog. Sie tat es ihm gleich und nutzte ebenfalls ihren Bürzel, um die kleinen Böen von der Seite aus zu gleichen. Kurz vor dem Boden fing der Ara an mit den Flügeln zur Erde zu schlagen, sodass er ganz sanft aufsetzte.
Susan tat es ihm so gut es ging gleich und landete auch relativ sacht.
„Vielen Dank.", keuchte Susan kurz und wollte sich schon in Richtung Nain aufmachen, ohne sich groß ob des Aras zu wundern.
„Warte!", kam es von ihm. „Deinem Freund geht es gut, der Arzt will ihm nichts Böses, er ist auf unserer Seite."
Susan hielt inne. Ein Gedanke stieg in ihr auf.
Die Bäckerei, die alte Frau, die den Tee schenkte, da war etwas, sie hatte etwas ganz schnell verschwinden lassen, eine rote Feder, war sie etwa...?
„Die alte Schachtel? Bist du die Oma mit dem Tee?", fragte sie vorsichtig und irgendwie fordernd.
„Ich werde ungern 'alte Schachtel' genannt, aber ja, wir sahen uns gestern morgen auf dem Gehsteig."
„Aber... Aber..."
„Am besten gehen wir gleich ins Haus, der Arzt und Victor sollte gleich dorthin nachkommen. Vermutlich brauchen sie dann etwas zu trinken, ist immer so eine Sache mit dem Tee."
„Aber..."
„Die kommen schon zurecht, aber wenn du nicht willst, dass ich ungewollt euer Haus auf den Kopf stelle, dann kommst du jetzt mit, klar?"
„Aber..."
„Ich gehe jetzt.", sagte sie und ging leicht watschelnd in Richtung des Hauses.
Susan hätte jetzt noch mindestens ein dutzend „Abers" gestottert, aber da ihr die Luft nicht antworten würde trottete sie der alten Dame hinterher.
Im Haus deckten sie den Tisch und Susan machte geistesabwesend Wasser heiß für die Teebeutel, die auf der Ablage standen.
Die alte Dame wollte aber auf keine ihrer Fragen antworten, sondern meinte nur, dass sie nicht alles drei Mal erklären wolle. So begnügte Susan sich damit in ihrer neuen Gestalt möglichst wenig umzuschmeißen und den Tisch möglichst passend herzurichten.

Gerade als sie fertig waren kamen auch schon der Weißkittel, Nain und eine Gestalt, die sie nie zuvor gesehen hatte herein.
Ein wenig geschockt beobachtete sie das „Tier", das da mit herein kam. Es sah aus wie ein Fuchs, war aber gleichzeitig irgendwie menschlich... also im Grunde dasselbe, wie Nain und sie, nur als Fuchs.
Nain stellte sich noch ein wenig benommen in die eine Ecke der Küche, gegenüber von Susan, während die anderen sich um sie herum an den Tisch stellten. Erwartungsvoll sah Susan die Runde an, die da um sie stand... sie kannte irgendwie niemanden... und wo war eigentlich Victor?
Die alte Frau, die ein Ara war, machte eine Art Seufzer und meinte dann:
„Gut, dann wollen wir mal den Tee trinken und ich erkläre euch in der Zwischenzeit, alles, was ihr wissen müsst."
„Noch einen Tee?", stöhnte Nain „Was soll er diesmal bewirken? Das wir uns noch weiter verändern?"
„Nein, er sollte euch größtenteils eure frühere Gestalt wiedergeben.", meinte Weißkittel.
„Ach und warum sollten wir euch vertrauen?", fragte Susan etwas schnippisch.
„Weil ihr kaum eine andere Wahl habt, wenn ihr weiter an der 'normalen' Gesellschaft teilnehmen wollt."
„Na los, ihr könnt ihnen vertrauen.", mischte sich der Fuchs ein.
Die Stimme erinnerte Susan und Nain an jemanden...
„Victor?!", stießen beide hervor, völlig aus dem Konzept gebracht.
„Aber seit wann bist du denn?", „warum wussten wir davon nichts?", „Warum hast du nichts erzählt?", fragten die beiden vollkommen durcheinander.
„Jetzt trinkt endlich euren Tee und lasst eine alte Frau nicht länger warten.", mischte sich die alte Dame ein und nahm den ersten Schluck, Victor tat es ihr gleich. Leicht zögernd folgten auch Susan und Nain dem Beispiel, was ihnen mit ihren Schnäbeln schon erhebliche Probleme bereitete.

Endlich hob die Alte wieder an: „So, dann fang ich mal ganz von vorne an. Ihr beiden seit ab morgen im SOL eingestellt, das ist der große Trakt im SBL das große Gebäude am Rand der Stadt, ihr kennt es sicher."
„Was? Die Firma ist das größte Ding, das ich je gesehen habe, ich hörte, dass alle die dort arbeiten eine verdammt gute Bezahlung haben und man nur ganz schwer dort anfange kann!", platzte es aus Nain heraus.
„Ja und ihr seid jetzt eingestellt."
„Und als was genau?", fraget Susan verwirrt.
„Ihr werdet bei den Forschungen helfen. Es wird an allen möglichen Dingen geforscht, hauptsächlich Biotechnologie."
„Ah, und wir mit unseren guten Augen sollen dann wohl die Beobachtungen vornehmen, ja?"
„Nein, ihr sied die Versuchspersonen.", fügte die alte Frau hinzu, setzte aber im gleichen Moment nach, da sie die erschrockenen Gesichter gesehen hatte: „Keine Angst, ihr werdet nicht auseinander genommen, nur beobachtet, aber das werdet ihr dann morgen sehen."
Nain kam ein weiterer Gedanke in den Kopf: „Aber wer gibt euch das Recht uns so einfach zu behandeln? Wir könnten vor Gericht ziehen, ich meine, was wird aus unseren eigenen Träumen? Ich wollte ja Architekt werden, aber das werde ich wohl schlecht nebenher machen können, oder?"

„Keine Angst, Juristisch sind wir perfekt abgesichert, ein Rechtsstreit würde nichts bringen, abgesehen davon müsstet ihr erst einmal einen Anwalt für euch finden und ein Gericht, dann würde es immer noch Jahre dauern, bis euch die Bürgerrechte anerkannt werden würden, während ihr hier keine Probleme damit habt. Außerdem solltet ihr langsam etwas mehr über das `verschlafene Nest' Maple Valley erfahren.
Hierher kann man nur mit einer Erlaubnis ziehen und das ganze Dorf ist theoretisch von außen kaum einsehbar, selbst modernste Spionagesatelliten können nur so nah heran kommen, dass es wie ein normales Dorf aussieht. Aber das Dorf ist alles andere als normal. Von unseresgleichen gibt es mittlerweile knapp 700 und alle arbeiten im SBL (Symbiotic biological Lab), an uns wird geforscht, damit Flugzeuge sicherer fliegen, weniger Treibstoff verbrauchen und so weiter. Zahlreiche Firmen investieren hier rein und erhalten im Gegenzug Forschungsberichte, umgeschrieben, sodass sie keinen Verdacht erregen.

Es gibt ein Mittel, dass euch zu weiten Teilen zeitweise eure menschliche Gestalt wieder gibt, das ist aber noch sehr aufwendig und teuer her zu stellen, sodass es klare Regelungen zur Verteilung gibt. Das Mittel ist in dem Tee, den ihr gerade getrunken habt, wie ihr seht wirkt er schon langsam."
Tatsächlich bemerkten Nain und Susan, dass sie ihre Flügel zurück bildeten. Die Federn vielen aber nicht heraus, sondern schienen irgendwie unter die Haut gezogen zu werden und dort zu verschwinden.
„Keine Angst, die Prozedur sollte euren Körper nicht sehr schaden, er wird sich bald daran gewöhnen. Allerdings wird eins nie wieder nachwachsen, das sind eure Zähne. Aus diesem Grunde wird unser lieber Herr Grypzeck gleich einen Mundabdruck machen und euch sehr gute Gebisse anfertigen."
„Irgendwie kommt mir das alles äußerst seltsam vor...", murmelte Nain
„Morgen früh wird euch eine Fahrgemeinschaft abholen, ihr solltet dann wieder Vögel sein, damit ihr in der Firma direkt anfangen könnt."
„Dann müssen wir jeden Tag diesen Tee trinken?", fragte Susan.
„Nein, die Rückverwandlung geht von alleine, euer neuer, wahrer Körper ist der Vogelkörper, der Tee bewirkt quasi nur eine teilweise Verwandlung zum Menschen."
Sie wurde von Herrn Grypzeck angestoßen, der schon ein paar mal auf die Uhr gesehen hatte.
„Oh, stimmt, entschuldigt ihr beiden, aber wir müssen nun gehen, es gibt noch viel zu tun."
„Aber ihr habt uns noch lange nicht alles gesagt!", rief Susan, der aber direkt keine Frage einfallen wollte. Ein schmerzhaftes Knacken wies sie darauf hin, dass sie wieder einen Ring- und einen kleinen Finger bekam.
„Mein Enkel bleibt hier und wird euch alles weiter erklären!", rief die Alte im gehen.
Where will this story go next? Your choices are below...


Writing Prompts, the App!
Get it for the iPhone/iPod/iPad or Android.
Creative fun in the palm of your hand.
      * indicates the next chapter is blank and needs to be created.
© Copyright yarrek (UN: yarrek at Writing.Com). All rights reserved.
yarrek has granted Writing.Com, its affiliates and syndicates non-exclusive rights to display this work within this interactive story.
Poster accepts all responsibility, legal and otherwise, for the content uploaded, submitted to and posted on Writing.Com.
Members who added to this interactive
story also contributed to these:
"Giant Anthro Egyptian Gods!
    82 chapters

<<-- Previous Chapter | Story Outline | List Recent Additions