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Wednesday
February 15, 2012
3:26pm EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: ... eine hinterhältige Falle aktivierte sich! | Go Back

  Chapter 10: Verdammte Falle!   (ID #564709)
    an addition by: yarrek  More by this author

(ein Kapitel von Terralux)

Mit leisen, schlürfenden Geräuschen, die darauf hin deuteten, dass Stein über Holz gerieben wurde, setzte sich ein verborgener Mechanismus in Gang. Der Altar sank noch ein kleines Stück und blieb schließlich stehen.
Gespannt warteten und horchten alle, dass etwas passieren würde, eine Geheimtür, ein Loch im Boden, Essen das vom Himmel fällt, irgendetwas.
Aber es passierte rein gar nichts.
„Was sollte das jetzt?“, fragte Jan Qualiotzl.
„Keine Ahnung…“, gab der mit einem Axelzucken zurück.
„Wir müssen etwas übersehen haben…“. Murmelte Matteo nachdenklich, „Qualiotzl, was kannst du uns über diesen Stamm sagen, was würde uns weiter helfen?“
„Viel haben wir nicht von ihnen erfahren, sie waren keine besonders hilfsbereiten Opfer, haben immer bis zum Tod gekämpft… Wir haben uns aber auch nicht näher mit ihnen beschäftigt, haben nur ihre Anlagen für Kurze Zeit übernommen, um sie unseren Göttern zu weihen, aber wohnen wollte hier keiner.“
„Das hilft uns jetzt nicht gerade weiter…“, meinte Jan nachdenklich.
„Verflucht, können wir nicht einfach weiter? Was auch immer da passiert ist, es scheint uns nicht weiter zu helfen, wahrscheinlich ist die Mechanik kaputt, oder sie hatten einfach nicht mehr.“, fluchte einer der Soldaten.
„Vielleicht habt ihr recht…“, resignierte Jan, „Kann ja nicht überall nur Schätze geben…
Also gut, dann holt die Statuen und bringt sie wieder weg, suchen wir im nächsten Tempel nach mehr Schätzen.“
„Also gut, ihr habt ihn gehört, holt die Dinger und dann geht’s weiter!“, brüllte einer der Soldaten einen Sklaven an und stampfte einmal kräftig mit dem Fuß auf.
Der Stampfer blieb nicht ohne Wirkung. Mit einem lauten Poltern fiel der Stein herunter in ein tiefes Loch.
Ein weiterer in der Nähe folgte dem ersten.
Und dann brachen überall Steine herunter.
„Verflucht, eine Falle! Raus hier, schnell!“, brüllten Soldaten in allen Ecken des Raumes.
Einige schafften einen schnellen Hechtsprung zu Vorsprüngen, ein paar schafften es sogar zu fliehen, auch die Treppe zum Altar wurde als Sicherer Ort angesehen.
Jan, Matteo und Qualiotzl verfolgten mit offenen Mund das Schauspiel, das sich ihnen bot.
Rund um den Altar schienen die Steine des Bodens einfach in schwarzen Löchern zu fallen, Jan vermutete, dass der Mechanismus irgend eine Stütze unter dem Boden entfernt hatte, sodass die Steine nun frei schwebten und nur durch den Seitendruck gehalten wurden.
Überall, wo die Leute hin traten gaben die Steine unter ihrem Gewicht nach und vielen in das Loch. Der Boden war schon bald ziemlich löchrig und leer.
Jan, Matteo und Qualiotzl sahen sich etwas erschreckt um. Sie konnten vier Leute erkennen, die sich an einer Wand, oder einem Vorsprung klammerten, drei, die sich zu ihnen zum Altar gerettet hatten und einen, der stocksteif mitten auf dem löchrigen Feld befand.
„Verflucht…“, knirschte Matteo.
Mit einem letzten ruckartigen Knirschen fiel etwas vor das Eingangstor des alten Bauwerks.
Ein zwei kleine Schachte im oberen Teil ließen allerdings noch genug Licht hinein, dass man seine Umgebung zumindest grob erkennen konnte.
Der Mann, der mitten auf der Falle stand blickte sich panisch um.
„Helft mir!“, rief er zitternd und ängstlich. „Tut was, schnell!“
Ratlos sahen Jan und Matteo zu Qualiotzl hinüber, der bedauernd den Kopf schüttelte.
„Ich weiß nicht, was ihn retten könnte… er sollte ein Gebet sprechen und versuchen schnell zu uns herüber zu sprinten, seine Chancen stehen aber schlecht…“
Ein rutschendes Geräusch und ein verhallender Schrei lies darauf deuten, dass einer, der sich an einen Vorsprung gehalten hatte soeben abgestürzt war.
„Mama…“, zitterte der einsame Mann, eine Träne lief seine Wange herunter und er sah mit dem flehenden Blick eines Todgeweihten umher, wie er zitternd auf seinen Steinen stehen blieb. Ein knirschendes Geräusch unter seinen Füßen wies ihn darauf hin, dass seine Zeit ablief. Vorsichtig und zitternd bewegte er einen Fuß zur Seite und das knirschen wurde noch drei mal so bedrohlich.
„Sprinte, jetzt!“, schrie einer der Männer, die sich zum Altar gerettet hatten.
„Ich kann nicht…“, gab der Todgeweihte zurück.
„Dann wirst du sterben!“, wütete der Mann.
Ein letztes Knirschen.
Der Mann legte los und raste auf die Löcher achtend zum Altar. Hinter ihm brachen viele Steine weg. Mit einigen flinken haken wich er Löchern aus, kam dem Altar aber nicht näher.
Nach einer halben Runde um den Altar war er der Verzweiflung nahe genug, dass er einen Sprung über ein Loch zum Altar wagte.
Kraftvoll stieß er sich ab und einer der Männer auf dem Altar lief zu ihm, um ihn herüber zu ziehen, wenn es knapp werden sollte. Tatsächlich sprang der andere etwas zu kurz, bekam den anderen aber nicht mehr zu fassen, nur einen Stein unter seinen Füßen.
Der Helfer beugte sich herunter, um die Hand des Sprinters zu fassen, welcher mit der anderen Hand nach einem Stein daneben griff, welcher nun abbröckelte und den Stein an dem er sich fest hielt soweit lockerte, dass auch er abbröckelte. Damit fielen beide mit einem lauten Schrei in den Abgrund.
Entsetzt hatten die Verbliebenen das Schauspiel beobachtet.
„Qualiotzl, jetzt tu etwas!“, fauchte Matteo.
„Ganz ruhig, ich bin mir sicher ihn trifft keine Schuld, immerhin sind wir auf diese blöde Idee gekommen…“, ging Jan dazwischen. „Wir sollten hier irgendwie herauskommen... irgendeine Idee?“
Ein leises knirschen unterbrach sie.
„NOCH etwas?“, brachte Matteo kreidebleich stotternd hervor.
Dann fielen die ersten Steine von der Decke herunter und trafen die verbliebenen Leute an den Vorsprüngen. Ein herunterfallender Felsbrocken traf auch einen der beiden verbliebenen Soldaten beim Altar, der zu nah am Rand stand und ließ ihn zusammenbrechen.
Jan, Matteo und Qualiotzl wichen langsam zur Altarmitte zurück. Das Dach unter den vier Säulen schien zumindest etwas sicherer zu sein und zu halten.
Der letzte Soldat lief noch zu dem Verletzten und zog ihn etwas höher, in Sicherheit, aber eine beachtliche Blutspur lies die Hoffnung eher gering ausfallen.
„Verdammt, die ganze Anlage stürzt über uns zusammen! Wir müssen etwas tun!“, schrie Matteo.
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