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Wednesday
February 15, 2012
12:44pm EST


  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: Er wollte erst einmal mehr über sie heraus finden. | Go Back

  Chapter 11: Die Hobbyautorin   (ID #540788)
    an addition by: yarrek  More by this author

(ein kapitel von terralux)

Steffen wusste, dass es auf keine Fall leicht sein würde diese Liebe wirklich aus zu leben. Lena mochte zwar womöglich keine Angst vor ihm haben, was so eine Liebe überhaupt möglich macht, aber das bedeutete noch lange nicht, dass sie dasselbe für ihn empfand.

Steffen musste mehr über sie herausfinden, würde sie wirklich soweit gehen und einen wie ihn tatsächlich lieben?
„Sag mal, Lena, was machst du eigentlich neben der Arbeit so?“, fragte er neugierig.
„Och, meistens schlafen, so ein Tag schlaucht mich immer…“, wich sie aus.„Ja, das werde ich wohl auch machen, aber es gibt ja noch den Morgen…“, setzte Steffen unbeirrt nach.
„Ja, da putze ich und kaufe ein. Macht ja sonst keiner wenn man alleine wohnt.“, meinte sie ohne Emotionen zeigen zu wollen.
Steffen aber vermutete darin zu erkennen, dass sie das Allein sein satt war und mehr noch, dass sie Single war. Etwas Besseres konnte ihm gar nicht passieren.
„Ja, das kenne ich. Nebenbei schaffe ich es meistens aber doch noch etwas Sport zu machen. So laufen und so, liegt wohl irgendwie in meiner Natur.“, meinte er grinsend, worauf Lena kurz auflachte: „Natürlich, ja, ich versuche nebenbei ein Buch zu schreiben.“
„Ein Buch?“, Steffens Ohren drehten sich unwillkürlich in ihre Richtung. „Worüber geht es denn?“
„Naja, es ist eher ein Roman, aber leider hänge ich da seit ein paar Monaten mit… Da scheine ich wohl eine Schreibblockade zu haben.“, meinte sie zögernd. „Es handelt jedenfalls von einigen Anthros, also Wesen wie du in einer anderen Welt. Ach, ich glaube du hast schon zu oft von so was gehört…“
„Nein, rede ruhig weiter, nur weil solche Geschichten jetzt weitaus weniger unglaubwürdig erscheinen muss die Geschichte um sie herum ja nicht schlecht sein.“, erwiderte Steffen mit einem unwillkürlichen Schwanzwedeln.
„Danke, mal sehen, vielleicht kannst du mir ja helfen einige Dinge besser zu beschreiben, damit es auch normale Menschen verstehen, wie man sich so als Anthro fühlt, ich habe keine Ahnung, wie das mit eurer Nase nun genau ist.“
„Oh, ich würde dir dabei doch sehr gerne helfen, wenn du willst. Wir könnten dann ja was zusammen trinken und uns einfach mal darüber unterhalten, was meinst du?“
„Gerne, ich habe etwas vorzüglichen Tee bei mir, wenn du so etwas trinkst.“
„Tee? Nein, eher nicht, dafür bin ich nicht ausgelegt, weißt du, da habe ich lieber ganz einfaches Wasser, das schmeckt mir noch am besten.“, erzählte Steffen seufzend. Es war immer wieder gemein, dass es noch so viele Unterschiede und Gräben zwischen Anthros und Menschen zu überwinden galt.
„Auch in Ordnung, ich bin mir sicher so was lässt sich auftreiben.“, lächelte Lena.
Ein jähes stöhnen unterbrach das nette Zwiegespräch. Sie waren gerade an einem Friedhof entlang gegangen, als sie dieses röchelnde, bald dem sterben nahe Stöhnen hörten.

Es raschelte direkt in ihrer Nähe, direkt hinter dem mit alten Eisenstangen eingegrenzten Gebiet, das dem Gedenken an Gelebten alleine gehörte. Mehr als genug Erzählungen bezeugen, dass an solchen Orten des Todes mehr Leben herrscht, als an allen anderen Orten und obgleich natürlich niemand auch nur im geringsten die Geschichten glaubt machen die meisten doch lieber einen großen Bogen um die Vergrabenen, als Angstlos die Erinnerungen anderer unter der Erde wissend direkt an dem nur vom Rand her schwach beleuchteten dunklen Fleck des allzu lebhaften Todes entlang seinen weg zu gehen.
Weder Steffen noch Lena hätten dem Geräusch gerne länger zu gehört, doch misstrauen und Angst hielten sie fest an den Rand zum unendlich schwarzen Abgrund.
Noch ein Stöhnen wie von einem seit Äonen im sterben Liegenden.
Dann ein letztes Rascheln.
Eine seltsam deformierte Hand brach aus dem Geäst und umklammerte die Eisenstange mit der letzten Kraft.
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