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May 28, 2012
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  >> Interactive Story >> Young Adult >> ID #1377084  |   Show DetailsPrinter Friendly Page Tell A Friend
Rated:
18+
Von Rabentöchtern und der neuen Welt...
Drei spannende, fesselnde Geschichten! Wirkt mit oder lest sie einfach :D
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Content Rating Notice:  Recommended for Readers 18 Years and Older Only
This choice: Petra hat eine Idee und nimmt sich nicht nur seine Haare vor... | Go Back

  Chapter 26: Petra hat eine Idee und nimmt sich nicht nur se...   (ID #1275663)
    an addition by: yarrek  More by this author

(Ein Kapitel von terralux!)

Scheinbar ohne ein direktes Ziel kämmte sie seine Kopfbehaarung mal hierhin und mal dorthin. Dann murmelte sie etwas zu sich und strich alles wieder glatt. Anscheinend war sie mit ihren Ideen noch nicht ganz zufrieden.
„Ihr habt es aber auch schlecht mit dem kurzen Kopffell“, meinte sie nach ein paar angedeuteten Versuchen für Frisuren, „die meisten modernen Frisuren funktionieren einfach nicht und alles wächst glatt nach hinten.“
„Genau das, außerdem haare ich. Tut mir Leid, dass ich so schwierig bin.“, erklärte Steffen freundlich, zumindest das Kämmen gefiel ihm bisher, es hatte was vom Kraulen.
„Achwas, das ist die Herausforderung. Ich glaube, ich habe da doch eine kleine Idee.“, überlegte Petra etwas widerwillig und begann wieder mit dem Kamm herumzufuchteln.
„Solange du mir keine Piercings in den Ohren andrehen willst. Die wären wirklich störend“, gab Steffen mit einem leichten Lächeln um die Lefzen zurück, schluckte dann aber einmal, als er merkte, dass Petra mit dem Kamm längst nicht mehr auf dem Kopf war, sondern den Hals entlang nach unten ging und sich schließlich vor ihm hockte und ihn von vorne begutachtete.
So nah waren die beiden sich noch nie gekommen, von Schnauze zu Nase. Steffen roch mehr, als er riechen wollte, aber es ließ sich nun mal nicht unterbinden. Sie verströmte einen penetranten Parfümgeruch in einer gelbgrünen Note, aber unterschwellig roch er auch, eine gewisse Angst in blassrosa, aber weit weniger, als er es bisher immer gerochen hatte. Aber da war noch ein Geruch, konnte es sein, dass dieser feine, rotgoldene Schimmer etwa…
Er leckte sich schnell über die Schnauzenspitze. So tief wollte er nicht in ihr Privatleben eindringen, er konnte sich nicht sicher sein, aber andererseits hatte seine Nase ihn noch nie betrogen. Vielleicht auch deswegen das starke Parfüm in letzter Zeit?
Er wollte sich gerade mit einer Entschuldigung zurückziehen, als er ihre kalten Hände im Fell spürte. Sie hing ihm etwas um. Steffen zwang sich an irgendetwas zu denken, um seine Nase nicht noch tiefer in ihre Angelegenheiten zu stecken. Er dachte an etwas zu essen, an das Foto nachher und an Lena. Das war zuviel, er sog scharf die Luft ein und jeder Zweifel war beseitigt. Es gab nur einen Grund, warum Frauen so rochen. Petra war schwanger.

„Na also, da haben wir es ja. Gleich viel besser.“, erklärte sie und betrachtete Steffen von allen Seiten. Der Wolf war verwirrt, was hatte sie gemacht? Erst danach begriff er, dass sie ihm eine Kette umgehängt hatte. Er nahm sie in eine Pfote und betrachtete sie. Dogtags? Waren die nicht etwas zu viel Klischee? Andererseits war die Doppelbedeutung in diesem Fall natürlich interessant und irgendwie auch lustig.
„Sieh dich mal an.“, meinte sie und auf den Spiegel vor seinem Gesicht. Seine Kopfhaare waren zwar etwas zur Seite gegelt, aber das störte ihn nicht sonderlich, alles in allem war er der alte, er sah nur etwas anders aus, wie genau konnte er nicht beschreiben, es war weder viel militärischer, noch irgendwie schoßhündchenartig. Steffen lächelte. Er hätte nicht gedacht, dass Petra ihm tatsächlich helfen konnte.
„Das gefällt mir, vielen Dank.“, sagte er ehrlich. Aber sollte er ihr auch verraten, dass sie schwanger war? Gut möglich, dass sie es selbst noch nicht wusste. Vielleicht wollte sie mit dem Parfüm auch den Duft eines Freundes tarnen. Es wäre so vieles möglich und das, wo sie es gerade gewagt hatte ihnen entgegen zu kommen.
„Na, möchtest du noch mehr Beauty-Tips?“, fragte Petra nervös lächelnd, als Steffen so am überlegen war und nicht so wirklich aufstehen wollte, „ich glaube, rasieren und Wimpern zupfen hat bei dir keinen Sinn.“
„Auf keinen Fall. Vielen Dank, Petra. Du hast mir sehr geholfen.“, erwiderte Steffen. Vielleicht weiß Lena ja Rat? Er würde sie einfach bei der nächsten Gelegenheit fragen. Aber zuerst war das Foto wichtiger. In der Stadt würde er Zeit zum Nachdenken haben.
„Ich denke, in der Stadt werde ich einen vernünftigen Fotografen auftreiben können.“, erklärte er und verließ das Zimmer gerade schnell genug. „Pass auf, dass du beim Lächeln nicht die Zähne zeigst!“, rief Petra ihm wohlmeinend hinterher.
„Klar!“, antwortete Steffen automatisch. Was hatten nur alle an seinen Zähnen auszusetzen? Die waren immerhin gut gepflegt.
„He, Kevin, nicht schummeln!“, rief Jenny in dem Moment und schlug halb nach hinten aus, als sie einen Ninjakämpfer im Miniaturformat vom Bildschirm schlug. Schnell duckte Steffen sich und kroch hinter dem Sofa her, um aus dem Haus zu kommen.
„Bis bald, muss noch in die Stadt.“
„Pass auf dich auf!“, riefen Jenny und Kevin fast aus einem Munde, als er die WG wieder verließ. Nach der ganzen Sitzerei wollte er gern wieder etwas laufen, aber andererseits würde das wohl Petras Werk möglicherweise zunichte machen. Dummerweise hatte er nicht nach der Haltbarkeit gefragt. Egal, er konnte ja nicht schwitzen und der Wind alleine würde schon nichts ausmachen.
In wenigen Sätzen sprang er die Stufen herunter und nach draußen. Es gehörte sich zwar nicht wirklich, aber trotzdem lief er locker ein wenig die Straße entlang in Richtung Innenstadt. Erst nach einigen Häuserblocks merkte er, dass er noch einen Fotografen finden musste. Er überlegte etwas, aber ihm fiel keiner ein. Lena war vermutlich nicht professionell genug für diese Art Bild und irgendein schlichter Hintergrund musste auch noch her. Vielleicht würde er einen finden, wenn er einfach aufmerksam die Straße weiter verfolgte. Gedankenverloren folgte er dem Verlauf und hielt Ausschau.
Überall gab es Klamottenläden, oder Restaurants, aber wenn man einmal einen Fotografen brauchte war natürlich keiner da. Je weiter er ging, umso mehr Leute säumten den Weg. Menschen, wie Anthros, es war beinahe unnatürlich viel. Dann bemerkte er plötzlich ein paar schwer gerüstete Polizisten. Wo war er jetzt nur wieder hineingeraten?
Ein naher Knall erschütterte die Umgebung und Steffen hielt sich die empfindlichen Ohren, die nun ein monotones Fiepen hörten, während er sah, dass sich die Masse um ihn bewegte. Jemand schrie etwas, aber er konnte noch nichts wieder verstehen. Menschen kamen aus allen Richtungen und flohen in andere. Steffen versuchte einen Überblick zu bekommen und sich zu orientieren, aber es fiel ihm zunehmend schwer. Dann entdeckte er ein Transparent und sah den ersten Stein fliegen.
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