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Rated: 13+ · Short Story · Entertainment · #2216063
Ein 9-jähriges Mädchen und die Geschichte ihrer Gewichtszunahme
Neue Schule

Linda Erwachte mit schweren Augenlidern und strich sich ihre goldblonden langen Haare aus dem Gesicht. Es war früh am Morgen. Sechs Uhr um genau zu sein.
Für das junge Mädchen war diese Zeit eine ungewohnte, da es erst Montag ihrer zweiten Woche in der Unterstufe war. Zuvor waren Sommerferien gewesen und davor, in der Volksschule, musste sie erst nach sieben Uhr aufstehen. Schnell war ihre Müdigkeit jedoch weit genug abgesunken, sodass die Kleine ihre Kleidung aus dem Kasten nahm und sich für die Schule anzog.
Sie nahm sich eine Jeans und zog sie über ihre schmalen Beine, suchte ihr weißes Shirt mit Aufdruck einer einfach gestalteten, auf die wenigsten nur möglichen Eigenschaften zurückgestuften Erde, welches sie von ihrem Bruder geschenkt bekommen hatte, und zog es über ihren ebenfalls weißen BH, der ihre erst seit kurzem entwickelnden Büste zart umklammerte. Dazu nahm sie hoch getragene, weiß-himmelblau gestreifte Socken und ihr geliebtes Armband.
Schnell packte sie Ihre Tasche denn von unten klangen die ersten Rufe ihrer Mutter: „Linda! Beeile dich! Du musst zum Bus!“, aus dem Wohnzimmer. In letzter Zeit hörte sie nicht mehr allzu viel von ihrem Vater, da dieser mit seiner neuen Firma beschäftigt war.

Im Sauseschritt erreichte die Schülerin das Erdgeschoß und suchte sich den schnellsten Weg an ihren Frühstücksplatz auf der Couch. Hier aßen ihre Mutter und sie jeden Morgen ein Butterbrot mit Gurken und Paradeisern. Auch wenn Linda gerne naschte, war ihr von klein auf beigebracht worden, wie wichtig eine ausgeglichene Mahlzeit sei. Das Brot schnell verzehrend meinte Isabell dann: „Komm. Hop hopp… Es ist Zeit.“ „mmhm hmm mh“ Murmelte Lisa mit ihrem Frühstück im Mund und nahm ihre Schultasche und ging zum Eingang. Dort zog sie sich ihre hell-peschen Herbstschuhe an und schwang sich zur Tür raus.

Nach zwei Minuten Fußweg zur Bushaltestelle fuhr der Bus auch schon an. Erst während des Einsteigens der fünf weiteren Schüler*Innen erreichte die Neue den Bus. Jedoch ohne ins Laufen übergehen zu müssen. Sie kannte den Weg und den Bus nach nur einer Woche gut genug, um immer Pünktlich zu sein. Wahrscheinlich ist aber auch das Glück auf ihrer Seite.
Im inneren Setzte sie sich neben Elli, einem braungelockten, etwas größer als Linda gewachsenen Mädchen aus derselben Klasse und begann: „Hi Elli. Hast du gesehen? Es geht sich immer genau aus. Habe ich ja gestern gesagt.“ „Ja, klar. Du hast einfach immer Glück.“ Entgegnete Elli mit einem freundlichen Grinsen.
Nach nur acht Minuten im Bus, die Beiden hatten sich ausgetauscht, erreichten sie den Bahnhof. Mittlerweile war es kurz vor Sieben Uhr und der Zug nach Weidendorf, fährt um Punkt.

Im Zug trafen die Freundinnen dann auf Benjamin und Benedikt, Zwillinge, welche ebenfalls dieselbe Klasse besuchten. Auch wenn sie alle erst eine Woche miteinander verbracht hatten, waren sie schon Freunde geworden. „Hola.“ Sprachen die, sich auf das braune Haar und die leicht schräge Haltung gleichende Brüder wie aus einem Munde. Ihre Begrüßung verratend, waren die Zwillinge von spanischer Herkunft. „Hiiii.“ Mit einem Lächeln nahm Linda an der vierer-Sitzgruppe Platz und stellte ihre Tasche auf den Boden. Elli tat es ihr gleich.
Es folgte viel Gelache und so einige Spielereien bis der Zug in Weidendorf ankam. Von dort aus folgte die Gruppe dem bekannten Weg gerade einmal vier Minuten bis zu ihrer neuen Schule. […in der Schule: Unterricht, Gespräche, Essen – bist du nicht etwas dünn? (Benjamin zu Linda)…]

Als das Mädchen nach dem sechs-Stunden Unterrichtstag zu Hause ankam, wartete ihre Mutter bereits in der Küche und war am Zubereiten der Mahlzeit. „Au ja! Ich habe ja schon sooooo Hunger.“ Freute sich Linda und dachte über das, was Benjamin gesagt hatte im Stillen nach. „Was gibt es denn?“ „Heute ist es einfaches Spaghetti mit Sugo“ antwortete Isabell.
„Toll! Das mag ich sehr.“ Und schon war Linda auf ihrem Platz am Esstisch. „Kommt Papa heute?“ „Nein. Leider nicht. Er muss in seiner Pause den Bestand seiner Speisen zählen.“ „Aaaha. Schade.“
Da klingelte das neue Handy der Schülerin. Sie hatte es erst diesen Sommer als ihr erstes bekommen, einerseits, weil sie einen weiteren Weg zur Schule hatte als zuvor und ihre Eltern gerne in Kontakt bleiben wollten, und andrerseits auch, weil Erik, ihr Bruder, dieses Jahr seine eigene Wohnung bezogen hatte und somit auch kaum mehr da ist. Und eben dieser Bruder rief gerade an.
„Und? Wie war dein erster regulärer Tag an der neuen Schule?“ „Schön! Wir haben über die Österreichischen Bundesländer gelernt, haben in Mathe über Brüche geredet und noch viel mehr.“ Erik merkte die Fröhlichkeit die seine kleine Schwester ausstrahlte, als sie ihm von ihrem Tag erzählte. „Na dann mach mal weiter so. Es freut mich, dass du so wissbegierig bist. Kannst du gerne Mama fragen, ich war auch so.“ Nach ein paar weiteren Minuten des Tratschens legte der Student auf und war bis auf weiteres wieder mit seinem eigenen Leben beschäftigt.

Das Essen war fertig und Linda nahm sich mehr als normal. Aber auch nicht viel mehr, da sie sich nicht übernehmen wollte und nach weiterer Überlegung auch gar nicht mehr fand, dass sie zu dünn sei.
Danach ging sie auf ihr Zimmer, machte die Hausübungen in Mathe, Deutsch und Englisch und freute sich dann auf den Besuch von Elli.
Gemeinsam mit Elli baute sie Lego und zeichnete bunte Gegenstände. „Linda! Papa ist kurz da!“ kam ein Ruf von der Treppe. Und gleich darauf öffnete sich die Tür zu ihrem Kinderzimmer und ihr Vater stand vor ihr. „Hallo Schätzchen“ sprach Markus mit sanfter, und erfreuter Stimme. „Und hallo Elli. Ich habe euch beiden Torte mitgebracht. Die habe ich heute selbst entworfen.“ Meinte er stolz.
„Oh ja!“ riefen die Freundinnen und Linda umklammerte ihren Vater. „Aber jetzt erzählt doch mal von eurem Tag“ sagte Markus und streichelte seiner Tochter durchs lange Haar. Nach kurzem Austausch wurde es still und die Kinder schaufelten Torte. Da die Blondhaarige Süßes liebte fragte sich nach einem weiteren Stück und aß dann auch dieses. Drauf verabschiedete sich Elli und ging eine Straße weiter zu ihr nach Hause zurück. Es war mittlerweile 18 Uhr. Also noch drei Stunden vor Schlafenszeit.
In diesen schaute Linda fern, aß ein Ei mit Paprika und Wurst und schrieb ihrem Bruder von der neuen Torte, die ihr Vater gemacht hat. Dieser wusste bereits davon, tat aber überrascht.
Um acht abends ging die Kleine dann Zähneputzen und duschen. Darauf ging es mit einem kurzen Lernvideo auf YouTube (sie hatte diesen Kanal von ihrem Bruder geschickt bekommen) ins Bett und pünktlich um neun legte sie sich schließlich mit einem „Gute Nacht“ von ihrer Mutter schlafen.




_v1.1
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Ganze Geschichte:
https://www.writing.com/main/view_item/item_id/2216429-Die-kleine-Linda---Kapite...
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